Festnahme in der Poccistraße: Schuss aus Dienstwaffe löst sich

Am Mittwoch ist es bei einer Festnahme zu einer Schussabgabe aus der Dienstwaffe einer Polizistin gekommen.
| Ralph Hub
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Bei einer Festnahme löste sich ein Schuss aus einer Dienstwaffe. (Symbolfoto)
Bei einer Festnahme löste sich ein Schuss aus einer Dienstwaffe. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte/dpa

Ludwigsvorstadt - Erneut hat ein Münchner Polizist bei einem Einsatz geschossen – allerdings nicht absichtlich und wohl auch nicht gezielt.

Bei der Festnahme eines Tatverdächtigen am Mittwochnachmittag in der Ludwigsvorstadt ist ein Schuss gefallen. Wie die Polizei mitteilte, wollten Beamte des Rauschgifteinsatzkommandos des Bayerischen Landeskriminalamtes einen 29-Jährigen aus München an der Kreuzung Poccistraße und Bavariaring durchsuchen.

Schuss löste sich offenbar aus Versehen

Der Verdächtige saß als Beifahrer in einem stehenden Mercedes, als sich die Beamten dem Auto näherten. Die Fahnder forderten die 26-Jährige am Lenkrad auf, nicht loszufahren, als sich der Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten löste – offenbar aus Versehen. Der Beamte habe nicht absichtlich geschossen, sagte ein Polizeisprecher.

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In der Ausbildung lernen Polizisten den genauen Umgang mit Schusswaffen. Dabei wird immer wieder ein Punkt besonders betont: "Finger gerade lassen." Das heißt, der Beamte hat den Finger neben dem Abzug und berührt ihn erst, wenn es erforderlich ist, abzudrücken. Damit soll verhindert werden, dass sich ein Schuss versehentlich löst.

Schuss gelöst: Projektil bleibt im Autodach stecken

Das Projektil blieb zum Glück im seitlichen Dachholm des Autos stecken. "Verletzt wurde niemand", sagte ein Polizeisprecher. Der Schuss habe sich aus Versehen gelöst, gab der LKA-Beamte an. Die Mordkommission, das Kommissariat K 11, hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Mercedes wurde in die Verwahrstelle der Münchner Polizei abgeschleppt. Während des Einsatzes und der Spurensicherung vor Ort kam es im Berufsverkehr zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

In der Nacht auf Mittwoch hatte ein Polizeimeister bei einem Einsatz in einer Wohnung im Münchner Süden seine Waffe gezogen und abgedrückt.

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Er traf eine 49-Jährige in den Oberkörper. Nach ersten Erkenntnissen hat er in Notwehr gehandelt. Die psychisch kranke Frau hatte zuvor einen Arzt des Bereitschaftsdienstes, der sie behandeln wollte und einen Polizisten mit einem Messer bedroht. Sie wird im Krankenhaus behandelt.

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