„Es gibt keine Einschränkungen“

In der Debatte um den umstrittenen Isar-Boulevard melden sich nun die Urbanauten zu Wort. Aus ihrer Sicht wird es für Anwohner keine Probleme geben.  
| Anne Kostrzewa
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Das Isarinselfest ist nur eine der zahlreichen Veranstaltungen am Isarufer, für die Straßenabschnitte gesperrt werden müssen.
AZ (Archivbild) Das Isarinselfest ist nur eine der zahlreichen Veranstaltungen am Isarufer, für die Straßenabschnitte gesperrt werden müssen.

In der Debatte um den umstrittenen Isar-Boulevard melden sich nun die Urbanauten zu Wort. Aus ihrer Sicht wird es für Anwohner keine Probleme geben.

Lehel – Für die Projektgruppe der Urbanauten steht ein Aspekt im Mittelpunkt: Die Wege entlang der Isar sollen nicht dem Verkehr überlassen sondern für die Münchner selbst freigegeben werden. Mit ihrem Projekt „Isar- Boulevard“, einer temporären Vollsperrung der Straßen entlang des linken Isarufers, wollen sie dieser Vision näher kommen.

Doch nicht alle sind begeistert von der Idee, allen voran nicht die Anwohner.

Sie befürchten, durch die Straßensperren selbst „eingesperrt“ zu sein, mit dem Auto nicht mehr bis zu ihren Häusern zu kommen und ihre Garagen während der Sperrungen nicht nutzen zu können.

Gegenüber der AZ äußerten sich nun die Urbanauten selbst zu diesen Befürchtungen. „Für die Anwohner wird es keinerlei Einschränkungen geben“, versprach Benjamin David, Mitarbeiter der Projektgruppe „Isarlust“, die den „Isar-Boulevard“ ins Gespräch gebracht hat.

Laut David wird an jeder Straßensperre rund um die Uhr ein Ordner stehen, der den Anwohnern eine Spur zur Durchfahrt freimachen werde. Da es keine Verkaufsstände, keine Bühnen, sondern lediglich eine Fußgängerzone geben soll, sei das „gar kein Problem“, so David.

Auch zu den Garagen hätten die Anwohner rund um die Uhr Zugang. „Wir werden alle Zufahrtswege freihalten. Über eine Spur kann jederzeit stadteinwärts gefahren werden.“

Die geplanten zehn Tage der Vollsperrung im August seien deshalb weiterhin angedacht, so David. Zunächst werde es jedoch ein Test-Wochenende, „Ende Juni oder Anfang Juli“, geben, um mögliche Schwachstellen des Projekts zu erkennen und gegebenenfalls zu beheben.

„Im August ist dann Ferienzeit, da ist ohnehin deutlich weniger Verkehr“, gab David zudem zu bedenken. Und: „Wir von der Projektgruppe Isarlust wohnen alle in den betroffenen Straßen, gehen dort in die Kirche oder haben unsere Kinder in den Kitas dort. Es ist also kein von außen aufgezwungenes Projekt.“

Auch deshalb sei es den Urbanauten zu jeder Zeit „ein maximal großes Anliegen, dass die Einschränkungen für die Anwohner – also auch für uns – so gering wie möglich gehalten werden.“

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