Anwohner und BA gegen den Isar-Boulevard

Anwohner wehren sich gegen die geplante temporäre Vollsperrung zwischen Wittelsbacher Brücke und Tivolistraße. Nun bekommen sie Unterstützung von der Stadt.
| Anne Kostrzewa
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Das Isarinselfest ist nur eine der zahlreichen Veranstaltungen am Isarufer, für die Straßenabschnitte gesperrt werden müssen. (Archivbild)
Sigi Müller Das Isarinselfest ist nur eine der zahlreichen Veranstaltungen am Isarufer, für die Straßenabschnitte gesperrt werden müssen. (Archivbild)

Anwohner wehren sich gegen die geplante temporäre Vollsperrung zwischen Wittelsbacher Brücke und Tivolistraße. Nun bekommen sie Unterstützung von der Stadt.

Lehel - Vier Kilometer sollen im Sommer entlang des linken Isarufers für Autofahrer gesperrt werden, damit Passanten ungestört flanieren können. Dieser Plan der Urbanauten erfreut aber nicht alle. Vor allem die betroffenen Anwohner wollen eine Vollsperrung ihrer Hauptverkehrsstraße verhindern.

„Immer wieder werden wir einfach eingesperrt“, beschwerte sich ein Anwohner auf dem jüngsten Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel.

Bei großen Veranstaltungen, etwa dem alljährlichen Isarinselfest, müssten Anwohner immer wieder Rücksicht nehmen.

„Und dafür wird uns nicht mal gedankt, geschweige denn dass man uns vorab fragt!“, empörte sich der Bürger.

Konkret von der Sperrung betroffen wären die Wittelsbacher-, Erhardt-, Steinsdorf- und Widenmayerstraße.

Dabei würden nicht nur Parkplätze wegfallen - auch angemietete Garagen wären für die geplanten zehn Tage der Sperrung nicht zugänglich.

Auch der BA sieht die geplante Vollsperrung, den „Boulevard an der Isar“, durchaus kritisch, zumal auch Anwohner der Zufahrts- und Parallelstraßen, etwa der Thiersch- und Lerchenfeldstraße, betroffen wären.

„Was für einige Bürger Flanieren bedeutet, heißt für andere, ewig im Stau zu stehen“, erklärt ein BA-Mitglied.

Entsprechend einigte sich der BA auch auf eine vorläufige Ablehnung des Boulevards.

Zur Begründung wurde neben der erheblichen zu erwartenden Einschränkung für die Anwohner auch angeführt, dass bislang kein Finanzierungsplan vorläge.

Zudem müsse vor einer solchen Großsperrung eine Verkehrsanalyse durchgeführt werden, um mögliche Ausweichrouten auf ihre Belastbarkeit zu überprüfen.

 

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