Doch kein Fahrradstreifen

Den Radlern bleibt nur der Rest! Der Bund Naturschutz ist enttäuscht über Ablehnung des Radstreifens durch den BA Maxvorstadt in der Nymphenburger Straße.
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Auf der Nymphenburger Straße ist vorerst kein Umbau des Radlstreifens geplant. (Symbolbild)
dpa Auf der Nymphenburger Straße ist vorerst kein Umbau des Radlstreifens geplant. (Symbolbild)

Neuhausen - Mit seiner Ablehnung eines Radstreifens in der Nymphenburger Straße hat der Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt aus Sicht des Bund Naturschutz in München (BN) eine wichtige Chance verpasst, das Radfahren zwischen Landshuter Allee im Westen und Stiglmaierplatz im Osten leichter und sicherer zu machen.

Nun gilt es, aus dieser Situation das Beste zu machen: Dazu fordert der BN Tempo 30 in der Nymphenburger Straße sowie die Aufhebung der Benutzungspflicht für den bestehenden Radweg. So könnten alle, die zügig vorankommen müssen, auf der Fahrbahn fahren. Sobald Autofahrer und Radfahrer gleichberechtigt und in ähnlicher Geschwindigkeit unterwegs sind, sinken die Unfallzahlen. Langsamere Radler oder beispielsweise Eltern mit Kindern könnten hingegen auf dem bestehenden Radweg verbleiben.

Der Bezirksausschuss hat leider die große Chance vertan, auf die berechtigten Bedürfnisse der Radler und die gestiegene Bedeutung des Radfahrens in der Stadt angemessen zu reagieren. Ein Radstreifen auf der Nymphenburger Straße wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Radlhauptstadt gewesen!“ so Christian Hierneis, Vorsitzender des BN in München.

Bisher müssen sich die Radler mit einer viel zu schmalen Restfläche zufrieden geben. Messungen des BN aus dem Jahr 2014 belegen, dass entlang der Nymphenburger Straße der Radweg an keiner Stelle breiter als 1,60 Meter ist. Die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen" (ERA) sehen aber 2 Meter vor. Nur bei geringem Aufkommen an Radlern sollte nach unten (bis minimal 1,60 Meter) abgewichen werden. Die Nymphenburger Straße aber ist eine der Hauptverbindungen für Radler, die vorhandene Breite wird der tatsächlichen Nutzung in keiner Weise gerecht. Das Verweisen auf schmale Restradwege, auf denen zudem noch Konflikte mit Fußgängern drohen, zeigt allen Sonntagsreden zum Trotz, welch hohen Stellenwert der Autoverkehr in München noch genießt.

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