Debatte um Augustenstraße: Tempo 30 überall

Die Straße soll umgestaltet werden. Die AZ erklärt die Debatte in der Maxvorstadt.
| Eva von Steinburg
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Auf der Augustenstraße soll bald überall Tempo 30 gelten.
Auf der Augustenstraße soll bald überall Tempo 30 gelten. © Sigi Müller

Maxvorstadt - Die Augustenstraße ist eine Nord-Süd-Achse, vom Josephsplatz geht sie bis zum Hauptbahnhof. Eine grüne Lokalpolitikerin erledigt hier immer ihre Einkäufe des täglichen Bedarfs, geht zur Bank und setzt sich ins Café: Svenja Jarchow-Pongratz, die grüne BA-Chefin der Maxvorstadt mag die Geschäfte und das Gewusel dieser Ader des Viertels.

Wenn Sie aber mit ihrem Radl samt Kind hinten im Fahrradanhänger im Viertel unterwegs ist, meidet sie die Augustenstraße: "Auf dem engen Radweg komme ich mit Anhänger schlecht durch. Wenn ich auf der Straße fahre, was ich offiziell darf, werde ich angeranzt", ist ihre Erfahrung.

Doch bald soll alles besser werden. Die Stadt hat diese Woche einen Plan für den Umbau der Augustenstraße vorgestellt. Die Mehrheit der Lokalpolitiker begrüßt die Pläne. Jarchow-Pongratz: "Wir freuen uns, dass etwas passiert. Denn diese Straße hat Potenzial."

So soll der Umbau der Augustenstraße aussehen

Auf voller Länge ist Tempo 30 geplant. Der Radweg neben dem Fußweg entfällt. Fußgänger haben so mehr Platz. Auf der Straße gibt es Mischverkehr mit Radlern, Motorradfahrern, Autos und Lieferwagen. "Auf Tempo 30 drängen wir seit Jahren. Es ist absurd, dass die Augustenstraße noch keine Tempo-30-Zone ist", sagt die BA-Chefin. Den am stärksten frequentierten Bereich, den Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße will der BA dabei priorisiert haben. "Wir drängend darauf, dass hier so schnell wie möglich die Zone kommt", so die BA-Chefin.

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Auf dem Fußweg müssen Streifen entfernt werden, die den Radweg abtrennen. Tempo-30-Schilder reichen nicht aus. Die Straße muss auch von der Optik her als 30er-Zone erkennbar sein. Dazu werden Kreuzungen verändert: An den Ecken Gabelsbergerstraße und Theresienstraße sollen diese übersichtlicher gestaltet werden. Kleine Nasen sollen in den Kreuzungsbereich hineinragen.

Was der CSU nicht gefällt

70 Parkplätze gehen verloren. 25 Stellplätze sollen tagsüber zugunsten von Lieferzonen entfallen. Weitere 45 Parkplätze fallen weg, wegen Verbesserungen: wie einer besseren Sicht auf Kreuzungen und für neue Fahrradstellplätze am Fahrbahnrand.

Weitere Wünsche der Lokalpolitiker

Weil es schwierig und gefährlich ist, über die Augustenstraße zu kommen, verlangen Eltern und Senioren Querungshilfen, wie Zebrastreifen. Auch diese Forderung hat der BA formuliert. Und auch Bänke zum rasten an ausgewählten Stellen am Gehweg der Augustenstraße sollen kommen. Für den Umbau der Augustenstraße gibt es noch keinen Zeitplan, jetzt, da es konkret wird, drängt der Bezirksausschuss Maxvorstadt. Die Grüne Svenja Jarchow-Pongratz sagt: "Das ist ein schönes Projekt - jetzt wollen wir auch eine schnelle Umsetzung!"

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