Bogenhausen: Stadtwerke erwägen Heizkraftwerk auf Cosimabad-Parkplatz

Die Stadtwerke denken bei der Standortwahl an den Parkplatz des Cosimabads. Vor allem von Seiten der FDP gibt es Kritik.
| Gaby Mühlthaler
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Badende im Wellenbad: Haben sie bald weniger Parkplätze zur Verfügung?
AZ-Archiv/Loeper Badende im Wellenbad: Haben sie bald weniger Parkplätze zur Verfügung?

Bogenhausen - Wie berichtet, prüfen die Stadtwerke München (SWM) derzeit elf mögliche Standorte für Heizwerke, unter anderem auch den Parkplatz des beliebten Cosima-Wellenbads. Der Bogenhauser Bezirksauschuss (BA) hält davon wenig.

"Unsere heutige Friedlichkeit dem Standort gegenüber ist der Disziplin geschuldet. Wir werden im Unterausschuss diskutieren", erklärte Bogenhausens BA-Chefin Angelika Pilz-Strasser (Grüne), nachdem die SWM dem Gremium ihre Pläne für ein Heizwerk am Cosimabad vorgestellt hatten. Weil die Münchner 2017 für die vorzeitige Abschaltung des Kohlekraftwerks Unterföhring gestimmt hatten, suchen die SWM fünf bis sieben Ersatzstandorte zur Fernwärmeversorgung. Ob Unterföhring stillgelegt wird, entscheidet die Bundesnetzagentur.

FDP kritisiert Schadstoff-Belastung für die Anwohner

Ein Heizwerk mit den Maßen 32 Mal 17 Meter Grundfläche, ein 22 Meter hoher Wärmespeicher und ein 40 Meter hoher Schornstein auf dem knapp bemessenen Cosimabad-Parkplatz – für Xaver Finkenzeller (CSU) bleiben da "gerade mal ein paar Radl-plätze" übrig. Manfred Krönauer (FDP) kritisierte: "Genau gegenüber steht ein Hochhaus!" Dessen Bewohner blase der 40 Meter hohe Schornstein die Emissionen direkt auf den Balkon.

Laut SWM gibt es zwar Schall- und Schadstoff-Filter, doch sinken die Partikel irgendwann zu Boden. Wie schon der Perlacher BA, wo der Michaelibad-Parkplatz potentieller Standort ist, wollte das Bogenhauser Gremium wissen, warum nicht in Unterföhring ein Heizwerk gebaut werde.

"Wir müssen Ersatz bauen, während das alte Werk läuft", so SWM-Vertreter Thomas Prein. Dafür müsse auch erst Baurecht geschaffen werden, was dauere. Falls die Bundesnetzagentur zustimme, müsse das alte Werk 2022 vom Netz. Nicola Holtmann (ÖDP) erklärte, man solle Wärme von Unterföhring kaufen, die Gemeinde liefere gerne. Dazu Thomas Prein: "Ja, aber im Sommer, wenn sie was übrig haben und wir nichts brauchen!" Der BA will das alles im Unterausschuss diskutieren und sich dann offiziell äußern.

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