Bezirksausschuss fordert: Die Riemer Straße soll schöner werden

Mehr Grün statt Grau: Der Truderinger Bezirksausschuss fordert, dass die Riemer Straße saniert werden soll. Dann sollen auch Radler mehr Platz bekommen.
| Christina Hertel
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Die Riemer Straße zwischen Mitterfeld und An der Point in Riem.
Die Riemer Straße zwischen Mitterfeld und An der Point in Riem. © Daniel von Loeper

Trudering - Früher war die Riemer Straße für viele Münchner der Weg in die Ferien. Denn sie führte zu den Terminals, wo Flugzeuge Richtung Süden abhoben. Heute findet man auf der Riemer Straße zwei Tankstellen, den "Lovely Pizza Service", wo man aber auch indisches Curry und Eis bestellen kann. Dazwischen liegt viel grauer Asphalt. An Urlaub denkt man in München heute wohl an anderen Ecken.

Gerhard Fuchs, der für die SPD im Truderinger Bezirksausschuss sitzt, sieht jedoch mehr, wenn er durch die Riemer Straße spaziert: den Maibaum, der dort weiß-blau gestreift in den Himmel ragt, den Kirchturm, den kleinen Kiosk, das Hotel, das mit den grünen Fensterläden ein wenig wie ein altes Bauernhaus wirkt. "Die Gegend hat einen richtigen Dorfcharakter", sagt er.

Riemer Straße soll umfassend saniert werden

Weil die Riemer Straße aus seiner Sicht so viel Potenzial hat, stellte Fuchs in seinem Bezirksausschuss vor Kurzem den Antrag, dass sie umfassend saniert werden solle. Vor allem um den Verkehr und die Aufenthaltsqualität solle sich die Stadt kümmern, beschloss der Bezirksausschuss daraufhin.

Denn weil das Dornacher Gewerbegebiet, das ganz in der Nähe liegt, weiter wachsen soll und weil die Stadt im Münchner Nordosten an einem neuen Viertel plant, sei bald noch mehr Verkehr zu erwarten, so Fuchs. Er fordert unter anderem, dass ein Radweg entsteht, der nicht wie heute ständig von der Straße auf den Gehweg wechselt. Platz, meint Fuchs, gebe es entlang der Riemer Straße genug. Er sei nur falsch verteilt.

Riemer Straße: Mehr Grün, mehr Radverkehr

Auch der Straßenbelag sei in einem schlechten Zustand. Mit mehr Grün, mit mehr Bäumen und Pflanzen solle eine bessere Aufenthaltsqualität entstehen. Zudem will der Bezirksausschuss prüfen, ob sich die Tankstellen verlegen lassen könnten.

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Weil Bauen und Sanieren teuer ist, regte Sebastian Schall, der für die CSU im Stadtrat und im örtlichen Bezirksausschuss sitzt, an, eine Förderung zu beantragen. Mit einem solchen Programm sei es möglich, bis zu 60 Prozent der Gelder von Bund und Freistaat zu bekommen. "Und damit hat man ganz andere Spielräume", meint er.

Für die Truderinger Straße bekommt die Stadt München eine solche Förderung. Auch dort ist das Ziel, die Straße attraktiver zu machen, den Fuß- und den Radverkehr zu stärken, die Grünflächen aufzuwerten und den dörflichen Charakter herauszustellen.

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