Beim Besuch der Frauenkirche: Ehepaar aus Chemnitz findet 20.000 Euro Bargeld in München

Ein Paar aus Chemnitz findet beim Besuch im Dom die Reisekasse einer koreanischen Touristengruppe: "Da wurden mir die Knie ganz weich."
| Ralph Hub
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Die ehrlichen Finder Joachim und Christiane Putschke aus Chemnitz waren zu Besuch in München.
privat Die ehrlichen Finder Joachim und Christiane Putschke aus Chemnitz waren zu Besuch in München.

Altstadt - Die dreitägige Reise nach München hatte das Ehepaar aus Chemnitz geschenkt bekommen. Ihr erster Weg führte Joachim und Christiane Putschke am Mittwochvormittag in die Frauenkirche.

"Wir hatten uns den Altar angesehen, als mir am Rückweg der Geldbeutel auffiel", erzählt der ehemalige Kfz-Schlosser. Er lag auf einer der Bank am Mittelgang. Weit und breit war vom Besitzer nichts zu sehen. Das Ehepaar nahm den Geldbeutel mit.

Finder Putschke: "...da wurden mir die Knie ganz weich"

Draußen auf dem Domplatz warfen beide einen Blick hinein. Joachim Putschke: "Ich dachte, vielleicht ist ein Ausweis drin. Doch dann hab' ich ein ganzes Bündel 500-Euro-Scheine gesehen. Da wurden mir die Knie ganz weich."

Die ehrlichen Finder Joachim und Christiane Putschke aus Chemnitz waren zu Besuch in München.
Die ehrlichen Finder Joachim und Christiane Putschke aus Chemnitz waren zu Besuch in München. © privat

 

Insgesamt waren es exakt 23.315 Euro und ein paar südkoreanische Won. Das Geld einfach zu behalten und sich davonzumachen, daran haben die beiden Urlauber aus Chemnitz keine Sekunde gedacht.

Joachim Putschke: "Hätte ich so viel Geld im Lotto gewonnen, hätte ich mich gefreut. Aber so war uns sofort klar, das können wir auf gar keinen Fall behalten. Kein Mensch läuft normalerweise mit 23.315 Euro in der Tasche einfach so herum." Das müsse die Reisekasse einer ganzen Touristengruppe sein, vermutete Joachim Putschke: "Denen ist vermutlich der ganze Urlaub verdorben, wenn sie ihr Geld nicht zurückbekommen."

Reiseleiter hatte Geldbeutel versehentlich liegengelassen

Deshalb ging das Ehepaar sofort rüber zum Polizeipräsidium und gab den Fund dort an der Hauptwache ab. Im Gegenzug gab's eine Fundbestätigung für das Paar.

War's himmlische Fügung oder einfach nur ein glücklicher Zufall: Der Reiseleiter der Südkoreaner hatte sich bereits mit der Kirche in Verbindung gesetzt und den Verlust gemeldet, die Polizei wiederum bei der Kirche.

Und so fanden innerhalb weniger Stunden Geld und Besitzer schließlich wieder zusammen. Joachim und Christiane Putschke steht laut Gesetz Finderlohn zu: Drei Prozent der Summe, macht rund 700 Euro.

Ehepaar aus Chemnitz war zum Kurzurlaub in München

Finder Putschke: "Das werde ich später unseren Enkeln erzählen"

Doch das spielt für das Rentnerpaar nur eine Nebenrolle. "So eine tolle Geschichte hab’ ich noch nie erlebt", sagt Joachim Putschke. "Wenn ich etwas gefunden hab', dann waren das höchstens zehn Euro."

Nach ihrem Abenteuer in der Frauenkirche gönnten sich die Chemnitzer auf ihrer Tour durch München erst einmal eine Maß und eine Brotzeit im Hofbräuhaus. Anschließend bummelten Joachim und Christiane Putschke über den Viktualienmarkt.

Ihren Kurzurlaub in München haben die beiden genossen. Joachim Putschke: "Das mit den 23.315 Euro werde ich später unseren Enkeln erzählen. Aber das glauben die uns bestimmt nicht, dass man so einen Haufen Geld in einer Kirche findet."

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