Am Sankt-Jakobs-Platz: Ab September bekommt München wieder ein jüdisches Gymnasium

Der Freistaat gab grünes Licht für ein jüdisches Gymnasium, das vorerst im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz untergebracht sein soll. Nach der Renovierung ziehen die Schüler in die Reichenbachstraße. Es ist das zweite Mal, dass es ein jüdisches Gymnasium in München gibt.
von  dpa
Das Jüdische Museum München auf dem Jakobsplatz. Über diesen Platz werden ab September die Schüler des jüdischen Gymnasiums laufen.
Das Jüdische Museum München auf dem Jakobsplatz. Über diesen Platz werden ab September die Schüler des jüdischen Gymnasiums laufen. © CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1787077

Altstadt - Vom kommenden Schuljahr an soll es in Bayerns Landeshauptstadt ein jüdisches Gymnasium geben. Bereits im September soll die Privatschule mit einer fünften Jahrgangsstufe starten, entschied der Ministerrat am Dienstag in München.

Damit folgte das Gremium einem Antrag der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG). Diese Entscheidung sei ein Zeichen der besonderen historischen Verantwortung Bayerns für das jüdische Leben im Freistaat, sagte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) in München. Gleichzeitig kündigte er Fördermittel für das Vorhaben an.

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In München gibt es bereits die private Sinai-Grundschule im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz. Dort kommen zunächst auch die ersten Klassen des Gymnasiums unter, da die Räume in der Reichenbachstraße in den kommenden zwei Jahren erst renoviert werden müssen. Der Freistaat werde die Umbaumaßnahmen mit zusätzlichen Haushaltsmitteln unterstützen, verkündete Spaenle.

Die Grundschule besteht bereits seit 40 Jahren, ein jüdisches Gymnasium gab es schon mal von 1946 bis 1951.

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