Altstadt: Flanieren statt parken

In der kommenden Woche geht's im Stadtrat um die autofreie Altstadt. Die Grünen haben einige Ideen.
| Myriam Siegert
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Im Tal wird’s trotz Umbau auf den Gehwegen manchmal eng, so könnte es autofrei aussehen.
Andreas Gregor/Heinz von Heydenhaber/Grüne Im Tal wird’s trotz Umbau auf den Gehwegen manchmal eng, so könnte es autofrei aussehen.

Altstadt - Am Mittwoch hat der Stadtrat einen dicken Brocken auf dem Tisch: den Grundsatzbeschluss zur autofreien Innenstadt. Diskutiert wurde darüber schon häufig, schon im Februar hatte der Stadtrat die große Verkehrswende beschlossen, über die Details herrscht dennoch Uneinigkeit.

Die CSU spricht meist lieber von einer verkehrsberuhigten Altstadt, die Jusos wiederum hatten erst vor kurzem nachgelegt und eine autofreie Innenstadt sogar bis zum Mittleren Ring gefordert. Auch die Münchner SPD unterstützt die Idee der autofreien Altstadt in einem kommunalpolitischen Grundsatzprogramm. Wie genau wird der Beschluss also ausfallen?

Anträge der Grünen für eine autofreie Altstadt

Den Stadtrats-Grünen gehen die Pläne seit jeher nicht weit genug: Sie haben genaue Vorstellungen, welche Punkte ihnen besonders wichtig sind. Entsprechende Änderungsanträge wollen sie in der Vollversammlung einbringen.

  • Tal und Dienerstraße sollen noch 2019 zu Fußgängerzonen werden. Private Kfz werden ausgesperrt, abgesehen von Anwohnern, Geschäfts- und Baustellenverkehr und mobilitätseingeschränkten Personen.
  • Öffentliche Parkplätze in der Altstadt sollen wegfallen, den Anfang sollen Rindermarkt und Maximilianstraße noch 2019 machen.
  • Am Thomas-Wimmer-Ring sollen Parkplätze wegfallen, wenn die Oberfläche nach dem Bau der Tiefgarage wiederhergestellt wird.
  • Die Idee des Boulevard Sonnenstraße, der Wegfall der Autospuren auf der Innenseite des Altstadtrings, soll schnellstmöglich umgesetzt werden.

Die Punkte sind nicht neu, doch die Grünen fordern Taten: "Wir wollen mutige Entscheidungen statt endloser Prüfschleifen", sagt Fraktionschef Florian Roth. Der Abbau der Parkplätze in der Altstadt sei außerdem erklärter Wille des Bezirksausschusses. Stadtrat Paul Bickelbacher ergänzt, Gelegenheiten wie die Baustellen am Thomas-Wimmer-Ring und dem Sendlinger Tor müsse man für größere Umbaumaßnahmen nutzen.

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