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Abriss des Ungererbads: Unbezahlbar

AZ-Vize-Chefredakteur Thomas Müller über den Kahlschlag am Ungererbad.
| Thomas Müller
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München - Als Schwabinger blutet einem schon das Herz: Das alte Hauptgebäude des Ungererbads, nach dem Krieg so herrlich luftig-leicht, wenig protzig und unprätentiös wiederaufgebaut, soll abgerissen werden. Nach dem Kahlschlag am Elisabethplatz der nächste Stich ins Schwabinger Herz.

Dasselbe Argument wie beim Prinzregentenbad

Wieder mal wird die Bausubstanz bemängelt, die ja leider, leider so schlecht sei, dass man nicht anders könne, als das Ganze abzureißen. Was ans Jahr 2001 erinnert, als selbige Argumentation der Stadtwerke zum Abriss des liebenswerten alten Hauptgebäudes vom Prinzregentenbad geführt hat. Das Fassaden-Ergebnis - abwaschbar, austauschbar, banal - kann man seither besichtigen. Lohnen tut sich's freilich nicht.

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Allzu viele Hoffnungen auf den Denkmalschutz zu setzen, das alte Schwabinger Bad-Gebäude doch noch unter Schutz zu stellen, sollte man freilich nicht. Gerade was Gebäude aus der Zwischen- und Nachkriegszeit anbelangt, ist man da oft ein wenig eigen in der Beurteilung. Der Versuch freilich lohnt sich dennoch.

Ungererbad: Hoffnung auf Denkmalschutz

Wobei sich bei Denkmalschutz und Stadt (samt ihrer Stadtwerke) längst die Erkenntnis durchsetzen müsste, dass der Erhalt des Stadtbilds, mithin das Bauen und Sanieren im Bestand, zwar vielleicht ein wenig mehr kostet, dafür aber ungemein zum Erhalt der städtebaulichen Identität beiträgt. Die wiederum unbezahlbar ist.

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