Stadtrat München hat sich für Entwurf für Gasteig-Sanierung entschieden

Der Stadtrat entscheidet sich für einen lauwarmen Entwurf zur Gasteig-Generalsanierung
| Robert Braunmüller / TV/Medien
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Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Architektur Henn/Visualisierungen MIR 6 Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Architektur Henn/Visualisierungen MIR 6
Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Architektur Henn/Visualisierungen MIR 6 Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Architektur Henn/Visualisierungen MIR 6 Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Architektur Henn/Visualisierungen MIR 6 Die Entwürfe des Büros Henn für das Äußere des sanierten Gasteig.
Zum Vergleich: Der unterlegene Vorschlag des Büros Wulf Architekten.
Foto: Wulf Architekten 6 Zum Vergleich: Der unterlegene Vorschlag des Büros Wulf Architekten.

Der Stadtrat entscheidet sich für einen lauwarmen Entwurf zur Gasteig-Generalsanierung.

München - In nichtöffentlicher Sitzung hat die Vollversammlung des Stadtrats am Mittwoch beschlossen, dem Münchner Architekturbüro Henn GmbH den Auftrag für die Generalsanierung des Gasteig zu erteilen.

Was das Äußere angeht, ist der Entwurf ausgesprochen unambitioniert: Der für ein Kulturzentrum nicht mehr zeitgemäße Festungscharakter bleibt erhalten. Seine Qualitäten sollen im Inneren liegen. Details dazu sind allerdings bisher nicht bekannt.

Ebenso unklar ist, was die Zukunft bringt. Da der Bau offenbar außen nur frisch aufgebrezelt wird, werden die ursprünglichen Architekten um Eike Rollenhagen wohl auf eine Klage verzichten.

Ungemach droht allerdings von den beiden unterlegenen Büros. Sie fühlen sich im Wettbewerb übervorteilt, weil das Büro Henn wegen einer vorangegangenen Machbarkeitstudie über intime Kenntnisse des Baus verfügte. Außerdem hat Rollenhagen, der anfangs für jede Veränderung des Baus offen war, kurz vor der Entscheidung des Preisgerichts seine Meinung geändert, was den Eindruck nahelegt, die Entscheidung des Preisgerichts sei nicht frei gewesen. Aus diesen Gründen erwägen die Büros eine Beschwerde.

Gegenwind von den Grünen und der FDP

Die Grünen stimmten dem Vernehmen nach gegen den Beschluss. Ihr Fraktionsvorsitzender Florian Roth spricht von "Murks und Mutlosigkeit". Ihn stört, dass der ohnehin schon recht brave Entwurf aus Angst vor der Klage der Urheber weiter zurechtgestutzt wurde. Roth befürchtet einen Rechtsstreit.

Auch die Fraktion FDP/Hut schloss sich der schwarzroten Mehrheit nicht an. Die beiden Oppositionsfraktionen finden außerdem das geplante Interim in Sendling zu teuer und bevorzugen die Paketposthalle. Jede Verzögerung macht das ohnehin schon teure Projekt noch teurer. Das Thema wird uns also doch weiter beschäftigen.

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