Stadtgeburtstag bricht alle Rekorde: Hunderttausende feiern München

Touristen posieren mit Trachtlern, Parademünchner führen ihre dicken Dackel aus, auf dem Marienplatz tanzen die Morisken: Das Stadtgründungsfest zum 850. Geburtstag der Stadt brach alle Rekorde. Gut 700000 Besucher strömten am Wochenende in die Innenstadt.
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Der große Trachten-Aufmarsch zum Stadtjubiläum.
Ronald Zimmermann Der große Trachten-Aufmarsch zum Stadtjubiläum.

MÜNCHEN - Touristen posieren mit Trachtlern, Parademünchner führen ihre dicken Dackel aus, auf dem Marienplatz tanzen die Morisken: Das Stadtgründungsfest zum 850. Geburtstag der Stadt brach alle Rekorde. Gut 700000 Besucher strömten am Wochenende in die Innenstadt.

Hunderttausende Besucher ließen zwischen Rindermarkt, Stachus, Odeons- und Marienplatz die Landeshauptstadt richtig hoch leben.

Freitag, 21 Uhr

In der Philharmonie des Gasteigs wird die Super-Sause zu Münchens 850. Geburtstag eröffnet, Überraschungsgast Ernst August von Hannover, ein Nachfahre von Stadtgründer Heinrich dem Löwen, zieht sich nebst Gattin ins Raucher-Separée zurück, dafür grüßt eine strahlende Königin Silvia von Schweden (64) per Videobotschaft. Sie habe ihren späteren Mann, Carl Gustaf von Schweden, bei den Olympischen Sommerspielen in München kennengelernt. Wenn sie daran zurückdenke, „glaube ich, dass das Münchner Kindl selbst den Zauberstab über mich gehalten hat“. Bei der Eröffnungsfeier zu den Spielen habe sie, damals noch Silvia Sommerlath und Dolmetscherin, plötzlich bemerkt, dass ein sympathischer junger Mann sie mit einem Fernglas beobachtet. „Es hat einfach nur ,klick’ gemacht“, sagt die heutige Königin.

Samstag, 14 Uhr

Kulturreferent Hans-Georg Küppers gibt am Odeonsplatz den Startschuss für die Münchner Française – dutzende Paare drehen sich zu den Kommentaren von Einheizerin Katharina Mayer. Das wichtigste: Am Schluss „ausgezeichnet" zu sagen, wie es Tradition ist. Küppers, der Oberhausener, ist begeistert, zur AZ sagt er: „Diese Stadt kann wirklich feiern!"

Korbflechten für Kinder im Alten Hof, Bierbänke auf dem Marienplatz, Trachtler in der Neuhauser, Kunsthandwerk in der Theatinerstraße und eine Brücke, die Lehrlinge am Odeonsplatz zusammenzimmern: Die Stadt zeigt ihre traditionelle Seite, und am Rathauseck steigen die Nostalgiefans mit in die Pferdetram ein, wo der Fahrer in der Pause einen beherzten Schluck aus dem Augustinerflaschl nimmt.

Bei der GastroOlympiade auf dem Marienhof coacht Bayerischer Hof-Chefin Innegrit Volkhardt ihr Team, die falk's Torpedos, die Girls von der Deutschen Eiche zeigen Wirt Rinaldo Talamonti beim Cocktail Curling, was ein gekonnter Schwung ist, und beim Brezn-Reiter am Rindermarkt sind die Körberl längst leer gegessen.

Sonntag, 11 Uhr

OB Christian Ude fährt mit einem Pferdefloßgespann vom Alten Rathaus zum Marienplatz. Am zur „Floßlände“ umfunktionierten Rindermarkt bekommt er einen „Tölzer Prügel-Humpen“. Kurz darauf präsentiert „Rischart“ eine 3,30 Meter hohe Torte, die aus 850 „Einzel-Torten“ besteht und für die Unmengen an Eiern, Butter, Mehl und Marzipan „verbacken“ wurden. Währenddessen marschieren Trachtler vom Marstallplatz zum Stachus, und abends wird es richtig magisch: Um 22 Uhr gibt’s am Alten Peter eine Lichtinszenierung. Beim „Münchner Licht-Glocken-Klang“ setzen Künstler den Klang der Glocken in Licht um. Ein würdiges Ende für den Anfang einer insgesamt sieben Millionen Euro schweren Sommersause.

rie/dt

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