Stadt München zensiert Plakate: So reagiert true fruits

Die Stadt München hat drei Plakatmotive von "true fruits" nicht genehmigt. Doch das Unternehmen lässt sich nicht unterkriegen und lässt extra "Zensiert"- Plakate drucken. Und an zwei prominenten Plätzen wird der umstrittene Slogan trotzdem zu sehen sein.
| Lukas Schauer
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
An der Briennerstraße ist der Slogan für die nächsten zehn Tage zu sehen.
True Fruits An der Briennerstraße ist der Slogan für die nächsten zehn Tage zu sehen.

München - Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten. Besonders bei Werbung, die ja mit ihren Slogans die Menschen für ein Produkt erwärmen soll. Im Falle der aktuellen "true fruits"-Werbekampagne hat die Stadt München bei drei von vier Motiven offenbar schlechten Geschmack festgestellt und sie untersagt.

Lediglich der Spruch "Besamt & befruchtet" wurde genehmigt, alle anderen abgewiesen. Doch das Unternehmen lässt sich davon nicht beeindrucken. Als die Bonner die Entscheidung erfuhren, druckten sie kurzerhand Plakate, die mit dem schwarzen "zensiert versehen sind.

Lesen Sie hier: Kurios: Für was Münchner alles einen Kredit beantragen

"Als wir das erfuhren, wollten wir nicht klein beigeben und haben die neuen Motive entwickelt. Wir lassen uns den Mund und Humor nicht verbieten", so Nicolas Lecloux, Mit-Gründer und Marketing-Chef von true fruits zur AZ. Warum die Motive nicht genehmigt wurden, wurde dem Unternehmen nicht mitgeteilt.

Zensierter Spruch ist dennoch zu sehen

Doch der "Saftladen" (so die Eigenbezeichnung) hat trotzdem einen Weg gefunden, den umstrittenen "Oralverzehr"-Spruch groß zu zeigen: Da sich zwei gebuchte Großplakatwände auf privatem Gelände befinden, greift das Verbot der Stadt nicht. Die zwei Riesenposter können daher jeweils auf der Briennerstraße (99m² Plakatfläche) und auf der Leopoldstraße (120 m²) bestaunt werden.

München ist im Übrigen nicht alleine mit dem Verbot. Auch Stuttgart und die Deutsche Bahn untersagten die drei Slogans. Zehn weitere Großstädte, darunter Hamburg, Frankfurt und Berlin, hatten nichts gegen die Sprüche  - Werbung ist halt immer Geschmackssache.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren