Spenden-Schwindel: Münchner Tafel warnt vor neuer Betrugsmasche

Die Münchner Tafel ist eine wichtige Einrichtung für bedürftige Menschen, bei denen das Geld, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht so locker sitzt und frische Lebensmittel nur selten den Weg in den Einkaufswagen finden.
Jede Woche sammeln die fleißigen Helfer und Helferinnen über 180.000 Kilo Lebensmittel, die in ganz München an 30 Ausgabestellen verteilt werden. Dadurch erreicht die Münchner Tafel jede Woche mehr als 22.000 bedürftige Menschen in München.
Möglich ist dies nur durch den unermüdlichen Einsatz von 1000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, darunter auch FC-Bayern-Legende Paul Breitner. Finanziert wird das Ganze durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Münchner Tafel warnt vor falschen Spendensammlern
Doch genau bei diesem Punkt warnt die Münchner Tafel vor einer aktuellen Betrugsmasche. Wie es in den sozialen Medien heißt, gibt es vermehrt Meldungen über falsche Spendensammler gibt, die in Münchner Biergärten, Lokalen und auf öffentlichen Straßen gezielt Menschen ansprechen und vorgeben, Bargeld für die Münchner Tafel zu sammeln.
"Aufmerksam geworden sind wir auf die Masche, als sich mehrere Spender telefonisch bei uns meldeten und nach der versprochenen Spendenquittung fragten", so Steffen Horak, Pressesprecher der Münchner Tafel. Die bisher bekannten Vorfälle haben sich laut Horak im Augustiner Biergarten sowie in Lokalen im Glockenbachviertel ereignet. "Wir gehen jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus, da sich vermutlich die wenigsten Betroffenen direkt bei uns melden", so Horak weiter.
Betrüger treten sehr höflich, seriös und gepflegt gekleidet auf
Die Betrüger, die akzentfrei Deutsch sprechen, treten bei ihrer Masche sehr höflich, seriös und gepflegt gekleidet direkt an die Tische bzw. Gäste heran. "Sie weisen sich mit einem gefälschten Ausweis der Münchner Tafel aus und führen anscheinend auch ein Klemmbrett mit sich. Darauf lassen sie sich die Namen und Adressen der Spender notieren – unter dem Vorwand, ihnen im Nachgang die versprochene Spendenbestätigung zuzusenden", so Horak zur Betrugsmasche.
Die Betrüger machen auf diese Weise gleich zweimal Beute – einmal das erschwindelte Geld und zudem erhalten sie auch noch persönliche Adressdaten der unwissenden Spender.
Münchner Tafel stellt keine Sammlerausweise aus
Horak weist explizit darauf hin, dass die Münchner Tafel grundsätzlich keine solchen Bargeldsammlungen auf der Straße oder in Lokalen durchführt und für solche Zwecke auch keine Sammlerausweise ausstellt. "Mit den gefälschten Dokumenten und dem sehr korrekten Auftreten verschafften sich die Betrüger offenbar auch den nötigen Zutritt und das Vertrauen des Personals in den Gaststätten."
Sollte jemand von den Betrügern angesprochen und um eine Spende gebeten werden, warnt die Münchner Tafel davor, diesen Personen Geld zu geben. Vielmehr sollte, wenn möglich, das Personal vor Ort und/oder die Polizei verständigt werden.
Zudem bittet die Tafel darum, verdächtige Vorfälle, gerne mit Angabe von Ort und Uhrzeit, der Münchner Tafel unter info@muenchner-tafel.de zu melden.
Wer der Münchner Tafel etwas spenden möchte, kann dies über die offiziellen Wege tun, das sind:
- Über die offizielle Website https://www.muenchner-tafel.de/spenden
- Über das offizielle Spendenkonto bei der HypoVereinsbank München IBAN: DE37 7002 0270 6850 1933 10, BIC: HYVEDEMMXXX
- Klar erkennbare Spendenboxen bei vorab offiziell von der Münchner Tafel angekündigten Veranstaltungen