SPD-Parteitag: OB Reiter hat eine Mehrheit für Schwarz-Rot

Auf dem Parteitag der SPD bekam er Montagnacht mit 71:51 Stimmen eine Mehrheit für eine Zusammenarbeit der SPD mit der CSU.
| Willi Bock
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Nach Mitternacht: Dieter Reiter ist erleichtert, weil eine klare Mehrheit der Münchner SPD für die Zusammenarbeit mit der CSU im Münchner Rathaus gestimmt hat.
Schramek Nach Mitternacht: Dieter Reiter ist erleichtert, weil eine klare Mehrheit der Münchner SPD für die Zusammenarbeit mit der CSU im Münchner Rathaus gestimmt hat.

München - Es war 0.29 Uhr, als das Ergebnis bekannt gegeben wuirde: Mit 71 : 51 Stimmen hat eine klare Mehrheit der Münchner SPD dafür gestimmt, dass OB Dieter Reiter in den nächsten sechs Jahren mit der CSU im Münchner Rathaus regieren kann. "Ich hoffe, dass ich den Genossen klar gemacht habe, dass ich  für all das stehe, was ich im Wahlkampf versprochen habe", sagte der OB anschließend.

Dem war ein turbulenter und hoch emotionaler SPD-Parteitag voran gegangen, bei dem mehr als 30 Redner für und gegen Schwarz-Rot gesprochen hatten. Der Widerstand kam vor allem aus der linken Südschiene der SPD um den Alt-Bürgermeister Klaus Hahnzog oder den Landtagsabgeordneten Florian von Brunn.

Lesen Sie hier: Schwarz-Rot im Rathaus: Einig bei den Posten

Damit fällt dem neuen OB eine schwere Last von der Seele. Nach seiner Wahl begann für ihn ein Stolperstart, weil die Bündnisverhandlungen  von einem Scheitern in das nächste tappsten. Zuletzt war das Dreiergespräch mit den Grünen vor einer Woche an den Postenverteilungen geplatzt. Viele Genossen hingen aber der nicht immer guten alten Zeit mit den Grünen nach.

Am Montagmorgen war ein letzter Einigungsversuch mit den Grünen gescheitert Am Montagabend gingen dann SPD und CSU in ihre Parteitage, um das Kooperationspapier absegnen zu lassen. Bei der CSU wurde der Regierungsbeteilingug gefeiert: Nach 24 Jahren Rot-Grün kann die CSU zum ersten mal im ratjhaus wieder mit regieren.

Dieter Reiter machte seiner SPD auch klar: Es wird auch mit der CSUin den nöchsten jahren heftige Diskussionen geben. Eine "Minderheitenregierung" lehnte er ab: Er wolle nicht auf den Rathausfluren betteln gehen, um eine zufällige Mehrheit für Millioneprojekte zu bekommen.

Und der Europa-Kandidat Ralf Mattes erinnerte daran, wieviel die SPD im Kommunal-Wahlkampf für die Grünen ausbaden musste: Die hatten über ihren Bürgermeister und ihre Referenten die Verantwortung für das Klinikdesaster, die leerstehenden städtischen Wohnungen und den Umbauärger beim Deutschen Theater - "aber die SPD musste es ausbaden". 

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