Soll Ude antreten?

Die AZ-Redakteure Georg Thanscheidt und Willi Bock diskutieren, ob Christian Ude als Ministerpräsident kandidieren soll.  
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AZ-Redakteure
Georg Thanscheidt(l.) und Willi Bock
Ronald Zimmermann AZ-Redakteure Georg Thanscheidt(l.) und Willi Bock

Die AZ-Redakteure Georg Thanscheidt und Willi Bock diskutieren, ob Christian Ude als Ministerpräsident kandidieren soll.

 

Pro: Georg Thanscheidt

Man kann natürlich auch der Ansicht sein, dass Bayern weitere 54 Jahre von einem CSU-Ministerpräsidenten regiert werden sollte. Wer dies nicht will, der muss eine Kandidatur von Christian Ude eigentlich aus vollem Herzen befürworten.

Selbst wer Ude zu Recht Versäumnisse in der städtischen Wohnungsbaupolitik oder in der SPD-Personalpolitik vorwirft, kommt nicht drumherum festzustellen: In der von Niederlagen gebeutelten Bayern-SPD ist er der einzige Genosse, der das Format eines Spitzenkandidaten hat.


Jetzt ist von der Bayern-SPD ganz bestimmt auch 2013 kein Höhenflug zu erwarten – aber wenn sie unter Ude zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent zulegt, könnte dies nach den letzten Umfragen gemeinsam mit Grünen und Freien Wählern reichen. Dem Land würde ein Wechsel gut tun – ob ihm auch ein Ministerpräsident Christian Ude gut tut, wird sich zeigen.

 

 


 

Contra

Christian Ude ist erfolgs- und rekordverwöhnt. Und die Bayern-SPD? Sie sammelt Rekorde – als Lachnummer (zuletzt mit blühenden Steuerphantasien) und als Dauerwahlverlierer. Wenn sich Ude jetzt vorne hinstellt, werden das Team und die Fraktion auch nicht besser. Den ersten Ärger wird es geben, wenn er darauf besteht, dass die Partei den Beschluss gegen den Flughafenausbau zurücknimmt.

Heute so und morgen anders? Das würde doch nur zeigen, wie beliebig Meinungen sind. Sein Kalkül ist es, mit einem guten Landtagswahlergebnis das rot-grüne Rathaus in München zu retten. Doch wenn die SPD 2014 in München verliert, werden die Wähler dafür aus 24 rot-grünen Jahren ihre guten Gründe gefunden haben. Da muss er die SPD und deren Personal in München stärken. Die SPD sollte jemanden aufbauen, der eine Zukunftshoffnung ist und nicht ihre peinlichen Blößen hinter Udes (63) Nimbus verstecken.

 

 

 

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