So sollen Münchner Busse schneller fahren

Elf Maßnahmen beschließt die Stadt - dies geht vor allem zu Lasten von Parkplätzen.
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Die Busse in München sollen zukünftig schneller unterwegs sein. (Archivbild)
Die Busse in München sollen zukünftig schneller unterwegs sein. (Archivbild) © imago images/Manfred Segerer

München - Neue Bahnen zu bauen kostet viel Geld und dauert lange. Die Stadt will deshalb so schnell wie möglich den Busverkehr verbessern.

Mit neuen Spuren, Halteverboten und besserer Ampel-Schaltung soll man im Bus schneller vorankommen. Acht Vorschläge des Mobilitätsreferats hat der Stadtrat bereits im Sommer beschlossen. Am Mittwoch entscheidet er über weitere elf Maßnahmen.

Für schnellere Busse: In vielen Straßen sollen Parkplätze entfallen

Am Frankfurter Ring, an der Schleißheimer Straße, an der Putzbrunner Straße, Knorrstraße, Denninger Straße, Wittelsbacherstraße, an der Rosenheimer Straße, Pfeuferstraße, Lortzingstraße, Lothstraße und an der Grafinger Straße soll es durch die Vorschläge des Mobilitätsreferats schon ab nächstem Jahr schneller gehen.

In manchen Straßen kommt man dann im Bus bis zu sechs Minuten schneller voran. Der Verkehrsexperte der SPD-Stadtratsfraktion, Nikolaus Gradl, hofft, dass die Münchner dann ihr Auto eher stehenlassen, wenn sie mit dem Bus schneller vorankommen. Zuerst könnten sich einige Autofahrer aber ärgern.

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Mobilitätsreferat will Verkehrsversuch an der Wittelsbacherstraße durchführen

Denn damit die Busse schneller fahren können, entfallen in vielen Straßen Parkplätze. Dort, wo Anwohnerparkplätze entfallen, sollte die Stadt zumindest nachts das Parken erlauben, fordert Gradl.

In der Grafinger Straße gibt es zum Beispiel bald 51 Parkplätze weniger. Denn dort ist die Fahrbahn so schmal, dass der Bus momentan immer warten muss, wenn Gegenverkehr kommt. Auch in der Lothstraße sollen Halteverbote eingeführt werden. Außerdem soll an der Auen- und der Wittelsbacherstraße aus 43 Parkplätzen eine neue Busspur werden.

Doch weil das Mobilitätsreferat weiß, dass es dort so einen großen Bedarf an Parkplätzen gibt, will es dort zunächst einen Verkehrsversuch durchführen. Dieser soll untersuchen, ob es möglich ist, den einfließenden Verkehr zu drosseln.

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Deutlich schneller wird es in Zukunft in der Denninger Straße gehen. Momentan gibt es da laut Mobilitätsreferat hohe Verlustzeiten, weil sich zwischen Arabellastraße und Richard-Strauss-Straße der Verkehr staut. Deshalb soll die rechte Fahrspur zur Busspur ummarkiert werden, so dass Linienbusse ohne Behinderungen am Rückstau vorbeifahren können. Über fünf Minuten sollen die Busse so schneller sein.

Ebenso viel Zeit sollen Busse in Zukunft am Knoten Frankfurter Ring/Schleißheimer Straße und Hanauer-/Triebstraße sparen. Dort soll eine eigene Rechtsabbiegespur geschaffen werden. Eine eigene Busspur will die Stadt auf der Putzbrunner Straße einrichten.

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15 Kommentare
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  • mvms am 11.11.2021 22:29 Uhr / Bewertung:

    Machen diese Riesen-Anhänger-Omnibusse überhaupt noch Sinn? Wann gibt es endlich diese autonomen Kleinbussen wie EasyMile EZ10 oder e.GO mover? Die fahren ganz individuelle Routen von Tür zu Tür - ganz ohne Umsteigen. Die Apps dazu haben die Elektro-Tretroller längst aufs Smartphone gebracht.

  • Bürger Münchens am 11.11.2021 02:10 Uhr / Bewertung:

    Thema Parkplätze: wenn bei uns im Viertel (innerhalb des mittleren Rings) alle Haushalte ihr Zweit- oder Drittauto abgeben würden... dann wäre schon sehr viel gewonnen. Die Parkplatznot wäre nicht mehr vorhanden und es gäbe auch mehr Platz auf der Straße für Menschen. Und eben auch Busse.

  • NK am 10.11.2021 22:23 Uhr / Bewertung:

    So ist also das Weltbild der SPD-Stadtratsfraktion: während der OB auf seinen Dienstwagen der Luxusklasse nicht verzichten kann weil es für ihn ein Arbeitsmittel sein soll, wird der Pöbel ausgebremst und soll in langsame und unbequeme Busse gedrängt werden.

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