"So leer waren unsere Kassen noch nie": Bringt das Geldbeutelwaschen doch etwas?

Das Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch ist eine Tradition im Münchner Rathaus. Es soll Geld in die Kassen spülen - und das könnte die Stadt gerade gut gebrauchen
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Sie hoffen auf den Geldsegen: OB Dieter Reiter, Stadtkämmerer Christoph Frey, Bürgermeister Dominik Krause  und Bürgermeisterin Verena Dietl.
Sie hoffen auf den Geldsegen: OB Dieter Reiter, Stadtkämmerer Christoph Frey, Bürgermeister Dominik Krause und Bürgermeisterin Verena Dietl. © Daniel Loeper

Seit Jahrzehnten gibt es in München eine Tradition: Die Stadtspitze hält Geldbeutel in den Fischbrunnen vor dem Rathaus - und hofft auf einen Geldsegen.

Begonnen haben diesen Brauch vor Jahrhunderten allerdings nicht die Regierenden, sondern das Dienstpersonal, das seinen Herrschaften zeigen wollte, wie leer ihre Geldbeutel nach dem Fasching waren.

"Das will mir nicht in den Kopf"

Vergangenes Jahr fand das Geldbeutelwaschen nicht statt, weil kurz vorher ein Mann einen Anschlag auf eine Demo von Verdi verübte, bei der eine Frau und ihre Tochter starben.

Womöglich bringt dieser Brauch doch etwas, munkelte OB Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch auf dem Marienplatz: "So leer wie in diesem Jahr, in dem das Geldbeutelwaschen ausfiel, waren unsere Kassen jedenfalls noch nie."

Tatsächlich war es Ende 2024 für das Rathaus schwer, einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Um die laufenden Kosten (etwa das Personal) zu bezahlen, darf das Rathaus keine Schulden machen. Allerdings bleiben derzeit bloß 31 Millionen Euro übrig - trotz Steuereinnahmen von 9,5 Milliarden Euro.

"Wie das nicht reichen kann, will mir nicht in den Kopf", sagt  OB-Kandidat Clemens Baumgärtner von der CSU. Um die Finanzen der Stadt zu verbessern, fordert er: Gebäude dürften nicht mehr im "Goldstandard" gebaut werden. Tatsächlich baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft  " aktuell fast doppelt so teuer wie die Berliner Wohnungsbaugesellschaft.

Da will auch der OB  ansetzen. Und er will: weniger Gestaltungswettbewerbe, weniger Aufträge für externe Juristen und beim Personal will er sparen. In seiner Amtszeit seien 10.000 Stellen geschaffen worden. Einen solchen Personalaufbau werde es in Zukunft nicht mehr geben, kündigte er an.

Dass das Rathaus sparen muss, sieht auch der OB-Kandidat der Grünen B Dominik Krause so. Allerdings sei   auch wichtig,   zu investieren: in ÖPNV und Klimaschutz.

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37 Kommentare
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  • OnkelHotte am 19.02.2026 14:33 Uhr / Bewertung:

    yollisimo,
    was hier an Kommentaren geprüft wird .... bei mir wurden auch 3 Beiträge gleichen Inhaltes veröffentlicht ... ggf. hat die Zeitung nen neuen Kommentardienstleister

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  • Wickie712 am 19.02.2026 06:55 Uhr / Bewertung:

    Vielleicht sollte man erstmal den Rotsift ansetzen und folgendes Streichen:
    - Fachstelle für Demokratie und die anhängigen Meldestelle,
    - München Chronik, betrieben von der Antifa

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  • Da Ding am 19.02.2026 08:23 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Wickie712

    Scheuklappen für rechts-außen. Der größte Wunsch von denen, die rechts-außen stehen.

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