Shopping-Wahnsinn: So kommen Sie gut durch die City

  Auf geht’s ins Gewühl: 250000 Münchner werden sich am Wochenende in der Fußgängerzone drängeln – die AZ zeigt Ihnen, wie Sie das Massen-Shopping heil überstehen.  
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Auf geht’s ins Gewühl: 250000 Münchner werden sich am Wochenende in der Fußgängerzone drängeln – die AZ zeigt Ihnen, wie Sie das Massen-Shopping heil überstehen

München - Mandeln duften, Glühwein wärmt – und sogar das Raureif-Wetter passt. Wenn bloß diese Menschenwalze nicht wäre. Eine Viertelmillion Münchner werden am ersten Advents-Samstag die Fußgängerzone überschwemmen, drängeln, schieben und sich mit ihren Weihnachtseinkäufen zu den Kassen durchboxen. 30000 pro Stunde – doppelt so viele wie an normalen Samstagen. Wer jetzt gut durchs Groß-Geschubse kommen will, braucht Nerven.

Oder besser noch: Clevere Routen. Gezielte Pausen. Geparkte Tüten – und Kinder (oder Partner), wo diese die Wartezeit gut gelaunt überbrücken. Geht nicht, glauben Sie? Geht doch! Wir haben hier 30 Tipps zusammengetragen.

 




Schleichwege

Odeonsplatz Richtung Marienplatz/Stachus: Weil am Christkindlmarkt am Marienplatz kein Durchkommen ist, gehen Sie über die Theatiner- in die Weinstraße und biegen rechts in die Albertgasse. Am Frauenplatz wieder links in die Liebfrauenstraße – schon sind Sie vorm Bekleidungshaus Hirmer. Oder Sie wählen am Frauenplatz den Durchgang am Bratwurstglöckl (Thiereckstraße) zum Kaufhof am Marienplatz.


Hettlage Richtung Sendlinger Tor: Nehmen Sie die Route durchs Hackenviertel. Gegenüber vom Richard-Strauss-Brunnen am neuen Kripperlmarkt nehmen Sie bei Schuh Thomas die Eisenmannstraße, laufen geradeaus über Damenstift- und Kreuzstraße zum Christkindlmarkt am Sendlinger Tor.



Isartor Richtung Dom: Zunächst rein ins Tal. Nach dem Müller Drogeriemarkt rechts in die Gasse zur Ledererstraße (oder etwas später zwischen Böhmler und Weißem Bräuhaus über die Böhmlerpassage). Kreuzen Sie die Sparkassenstraße, mogeln Sie sich durch die schmale Fußgängerpassage und schon stehen Sie hinterm Dallmayr. Von da weiter über Landschaftsstraße und Filserbräugasse. Raus kommen Sie auf der Dom-Rückseite.


C&A Richtung Ludwig Beck:

Nehmen Sie den C&A-Hinterausgang. Biegen Sie links in die Fürstenfelder. Kreuzen Sie die Sendlinger Straße und gehen weiter zum Rindermarkt. Beim Kustermann links, am Hugendubel vorbei. Jetzt stehen direkt vor Ludwig Beck.



H&M Richtung Promenadeplatz: Aus der Kaufinger in die Mazari- oder Liebfrauenstraße. Auf der Dom-Rückseite treffen Sie auf die Löwengrube. Bei Nr. 18 führt die Aufhäuser Passage (am Hugo’s vorbei) zum Promenadeplatz.

 

 




Die Schlupflöcher

Schneller rein und raus kommen Sie, wenn Sie die großen Häuser von hinten, unten oder von der Seite ansteuern. Den Kaufhof am Marienplatz und Stachus übers S-Bahn-Zwischengeschoss. C&A über den Eingang Fürstenfelder Straße. Karstadt am Hauptbahnhof über den S- und U-Bahnhof. Saturn über den Eingang Herzogspitalstraße und Oberpollinger am Stachus über die Maxburgstraße.

 

 





Die versteckten Kassen

In den obersten Geschossen, an Hintereingängen, in Nebensortiments- und Spezial-Ecken (wie Gardinen, Reklamation, etc.) oder Herrenabteilungen geht’s oft viel schneller voran als an Hauptkassen. Fix raus ist man etwa an der Kasse am Saturn-Hinterausgang.

 

 





Die Oasen

Die Michaelskirche mitten in der Fußgängerzone dimmt Sie runter. Zünden Sie eine Kerze an. Oder setzten Sie sich und schauen das riesige Tonnen-Gewölbe an (samstags von 8 bis 21.30 Uhr, die Kreuzkapelle bis 17 Uhr).

Ein Gebetsraum für Muslime befindet sich im Oberpollinger neben dem Restaurant im 5. Stock (10 bis 20 Uhr).

Das Jagd- und Fischereimuseum könnte man fast übersehen – dabei liegt’s zentral an der Neuhauser Straße2. Kinder dürfen sich langlegen, ausgestopfte Füchse, Marder und Kaninchen streicheln und in einem virtuellen Fluss herumhopsen. Männer im „Kino” einen Jägerfilm anschauen (täglich bis 17 Uhr, Donnerstag auch bis 21 Uhr).

Gemütliche Pause-Sessel (und Toiletten) gibt’s in der Sitz-Lounge im Alten Hof – im „Info-Point Museen & Schlösser (Alter Hof 1, samstags bis 18 Uhr).

Verschnaufen und im Warmen lesen können Sie in den Schmökersesseln bei Hugendubel am Marienplatz.

 

 




Die Männer-Treffs

Schauen wird Mann ja mal dürfen: Im „Sex Laden” in der Passage im Tal 32 können Herren sich nicht nur nach einem Geschenk für die Liebste umsehen, sondern auch mit der Chefin vorm Laden ratschen und rauchen.

Grandios für Stehbier-Freunde: An der Gassenschänke im Nürnberger Bratwurst Glöckl (Frauenplatz 9) kann Mann sich eine Stehhalbe (Augustiner!) direkt beim Schankkellner holen.

Überdacht im Warmen qualmen (und entspannt eine Toilette aufsuchen) – das geht in der Passage links vom Haupteingang zum Hotel Bayerischer Hof, bei der Kasse zur Kleinen Komödie.




Der kleine Hunger

Kaffee, süße Teilchen, Oma-Sessel. Das Café Segl an der Löwengrube 10 ist (noch) ein Geheimtipp.

Falls der Mann länger braucht für seine Technik-Einkäufe bei Saturn, kann er die Partnerin im Café Wörner am Hinterausgang parken (Herzogspitalstraße).

Kaffee, Törtchen und Wraps gibt’s in der
K-Bar im 1. Stock bei Konen – aber vor allem: Hängesessel.

Gemütliche Pause: In den Sesseln der World Coffee Bar im 6. Stock beim Hugendubel am Marienplatz ist der Shopping-Stress schnell verflogen.

Fantastischer Ausblick über München: Das LeBuffet-Restaurant im 5. Stock beim Oberpollinger. Mit Dachterrasse!

Keine Zeit für lange Rast? Dann zu Signor Rossi am Färbergraben 5. Hat Steh-Milchkaffees und leckere Panini.

In der „Brotzeit am Dom” an der Thiereckstraße (Passage bei Deichmann) gibt’s Linsensuppe für 3,50 Euro.

 

 

 





Die Aufbewahrung

Jetzt bloß nicht vollbepackt weitershoppen: An den Adventssamstagen steht von 11 bis 20 Uhr der MVV-Packerlbus neben dem Jagdmuseum (Augustiner-/Ecke Kaufingerstraße). Dort können Sie Ihre Einkäufe zwischenlagern und weitershoppen. Kostenlos für alle mit MVV-Ticket.

Falls Ihr Nachwuchs nicht mehr weiter mag – es gibt eine Lösung: Das „Münchner Kindl” an der Burgstraße 6 ist eine Art Betreuungs-Feuerwehr. Die Altstadtkinderstube nimmt bis zu 22 Kinder (bis 13 Jahre) kurzfristig auf. Idealerweise einen Tag vorher anmelden: 089/ 24231600.

 

 





Wellness

Füße platt gelaufen? Riskieren Sie einen Abstecher ans Altheimer Eck 13 zu Bua Siam Thai Massage & Spa. Da bekommen Sie samstags bis 20 Uhr 30 Minuten Thai-Fußmassage für 25 Euro – auch ohne Anmeldung. Sicherer ist natürlich mit Termin: spa@buasiam.de, Tel. 089/ 23708092.

 

 




Die beste Uhrzeit

Idealer Shoppingtag in der Fußgängerzone ist der Montag. Vor 17 Uhr ist fast überall gut Durchkommen.

Der stillste Einkaufstag (außer für Lebensmittel) ist der 24. Dezember (die Läden schließen um 14 Uhr).

 

 






Die Parkhäuser

Wer zwingend mit dem Auto in die City will, achtet aufs dynamische Parkleitsystem: Es zeigt schon am Altstadtring an, welche Parkhäuser noch freie Plätze haben. Gut gelegen: Die Parkgarage Marienplatz (Rindermarkt 16). City-Parkhaus (Färbergraben5). Tiefgarage am Oberpollinger (Maxburgstr. 7) und Stachus (Herzog-Wilhelmstr. 11a).

 

 





Das Schnäppchen zum Schluss

Falls Sie nach dem Shoppen hungrig sind – aber nun wirklich nicht mehr daheim kochen wollen: Nehmen Sie ein grandioses 2,99-Euro-Rosmarin-Brathendl mit. Gibt’s im Untergeschoss im Kaufhof am Stachus in der Lebensmittelabteilung.
Und jetzt, viel Spaß beim Shoppen!

 

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