„Sex ist eine gute Gabe Gottes“ - Das war der Kirchentag 2010

Die besten Zitate und die Quoten-Queens – die Highlights vom Kirchentag in München
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Auch dafür musste Zeit sein auf dem Kirchentag: Katharina und Jonas küssen sich innig vor der Bühne am Odeonsplatz.
Martha Schlüter Auch dafür musste Zeit sein auf dem Kirchentag: Katharina und Jonas küssen sich innig vor der Bühne am Odeonsplatz.

MÜNCHEN - Die besten Zitate und die Quoten-Queens – die Highlights vom Kirchentag in München

Es ist vollbracht: Der 2. Ökumenische Kirchentag ist zu Ende. Eine AZ-Bilanz:

Die nackten Zahlen: 130000 Dauerteilnehmer, zusätzlich 11000 Gäste pro Tag. Allein die Bibelarbeiten verfolgten täglich 23000 Christen. An fünf Tagen gab’s nur drei vorläufige Festnahmen.

Ein besonderes Lob gilt den Ordnungskräften auf den oft völlig überfüllten U-Bahnhöfen, die drei Millionen zusätzliche Fahrten verkraften mussten. Sie verhinderten ein Chaos und wurden wegen ihrer Freundlichkeit von vielen auswärtigen Gästen gelobt.

Die besten Zitate: „München hat gezeigt: Die Ökumene ist wetterfest“ (Der katholische Kirchentagspräsident Alois Glück). Und: „Von Gott ist die Sexualität. Und die Sexualität ist eine der guten Gaben Gottes.“ (Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider).

Die Quoten-Queens: Margot Käßmann (bei ihrer Bibelarbeit) und Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel (mit ihrem Vortrag „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung“) lockten je 6000 Menschen in ihre Halle.

Das absolute Highlight: Die Speisung der 20000 auf dem Odeonsplatz, bei der orthodox/ökumenischen Vesper.

Die beste Idee: Statt bei Regen und Kälte beim Schlussgottesdienst auf der Wiesn zu schlottern, ihn lieber beim Public Viewing im kuschelig warmen Gemeindesaal der Reformations-Gedächtnis-Kirche zu verfolgen.

Die schlimmste Peinlichkeit: Die an die Besucher verkauften Wiesn-Herzen mit der Aufschrift „München 2010“.

Das überraschendste Thema: Die Diskussion über die Anti-Baby-Pille. Ex-Landesbischöfin Margot Käßmann: „Sie ist ein Geschenk Gottes.“ Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Robert Zollitsch: „Die Pille ist vom Menschen gemacht und nicht von Gott in die Welt geschickt worden.“

Das heikelste Thema: „Die katholische Kirche ist durch die Missbrauchsfälle in einer schweren Vertrauenskrise. Wir leiden an unserer Kirche“, fasste Alois Glück die Diskussion über dieses Thema auf dem ÖKT zusammen.

Die klammheimliche Freude: Obwohl katholische und evangelische Kirche in Sachen Ökumene auf der Stelle treten – vor allem wegen Differenzen über das Abendmahl – gibt es an der Basis eine starke Annäherung der beiden Kirchen. Abseits des ÖKT fanden in den letzten Tagen in München Gottesdienste mit gemeinsamen Abendmahl statt.

Die tollsten Leistungen haben die vielen Helfer vollbracht, die die 50000 Kirchentagshocker aus Pappe zusammengefaltet, zu Reihen miteinander verbunden, in den Hallen aufgestellt und sie dann auch wieder zerlegt haben. Nicht zu vergessen: Der Auf- und Abbau von 1000 Biergartengarnituren auf dem Odeonsplatz.

Michael Heinrich

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