Erste Finalistin: Die unglaubliche Geschichte von Olga

Die 26-jährige Olga gewinnt die Wildcard von Foto-Video Sauter. Sie zieht damit direkt ins Finale ein – und hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen.
| Tim Wessling
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Diese Fotos sind ein kleines Wunder.
Stefan Vetter 4 Diese Fotos sind ein kleines Wunder.
Olga schnappt sich die Wildcard von Foto-Video Sauter.
Manfred Kroyer 4 Olga schnappt sich die Wildcard von Foto-Video Sauter.
Die 26-jährige steht nicht zum ersten Mal vor der Kamera.
Michael Macht 4 Die 26-jährige steht nicht zum ersten Mal vor der Kamera.
Mama ist Olga übrigens auch schon. Tochter Maria ist sieben Monate alt.
Martina Bergmann 4 Mama ist Olga übrigens auch schon. Tochter Maria ist sieben Monate alt.

München - Fast 70 Jahre gibt es schon den AZ-Contest Schöne Münchnerin. Aber so eine Geschichte hatten wir noch nie zu erzählen. Sie dreht sich um Olga: Die erste Kandidatin, die ins Finale einziehen darf. Sie hat die Wildcard von Foto-Video Sauter bekommen, gewann die Online-Abstimmung auf az-muenchen.de.

Wenn Sie sich, liebe Leser, die Fotos auf dieser Seite anschauen: Was fällt Ihnen auf? Nichts Seltsames, oder? Doch hätten Sie es für möglich gehalten, dass diese 26-jährige Schönheit bis vor Kurzem noch im Rollstuhl gesessen hat?

Rückblick. 2011 greift Olga an die Griffe eines Rollators. Schweißperlen rinnen über ihre Stirn. Doch sie steht. Olga macht den ersten Schritt. Dann den Zweiten. Zum ersten Mal seit vier Jahren kann sie sich selbstständig bewegen. "Da stand für mich fest: Ich kann das packen", erzählt sie.

2007 landete Olga nach einem Autounfall im Krankenhaus. Diagnose: Querschnittslähmung: Alle Träume auf Eis. Wieder von Null beginnen. War es aber nicht. Denn obwohl die Ärzte ihr keine Hoffnungen machten jemals wieder einen Fuß vor den anderen setzen zu können, kommt es ein paar Jahre später zu diesem ganz speziellen Moment: Olga kann wieder laufen. Und wie.

Wer der 26-Jährigen zuhört, wie sie ihre Geschichte erzählt, muss zwangsläufig schmunzeln. Olga hat eine herrliche Selbstironie: "Ich habe so viel Titan in mir. Manchmal komme ich mir vor wie Terminator."

Den Rollator braucht sie jetzt nicht mehr

Würde Olga nicht erwähnen, was ihr passiert ist – man müsste schon genau hinschauen, um etwas zu bemerken. Der Rollator ist weg, sowieso. Aber heute fühlt sie sich sogar stark genug, im Finale der Schönen Münchnerin auf den Laufsteg zu treten. Ja, richtig. Da geht es ums Laufen. Nur eine Bedingung stellt sie: "Bitte keine hohen Schuhe." Geschenkt. Die braucht’s bei 1,80 Meter Körpergröße ohnehin nicht.

Wo wir schon bei Premieren sind: Olga ist zudem die erste Mama in einem Finale des AZ-Modelcontests. Vor sieben Monaten kam Töchterchen Maria auf die Welt. "Und die braucht gerade meine ganze Aufmerksamkeit", erzählt sie.

Lesen Sie hier: Schöne Münchnerin - So geht's jetzt weiter

"Ich will Mut machen", sagt Olga immer wieder. "Nicht nur Mädchen, die gerne modeln wollen, sondern jedem. Glaubt keinem, der sagt, dass ihr etwas nicht könnt."

Wir lassen es uns gerne beweisen. Und zwar am 14. Oktober im Finale der Schönen Münchnerin im Silbersaal des Deutschen Theaters. Doch im Moment steht Olga da noch recht alleine. Die anderen zehn Finalistinnen müssen erst noch bestimmt werden.

Für 30 Kandidatinnen wird es bald ernst. Sie laufen um den Einzug ins Finale. Eine Jury und erstmals auch das Publikum darf bestimmen, wer die Chance auf einen Modelvertrag bei Louisa Models und den Opel Adam von Häusler bekommt.

Los geht es am 9. September um 9 Uhr abends im Mint Club. Der Eintritt: 9 Euro. Leicht zu merken. Olga kommt auch. Sie will ja wissen, wer gegen sie antreten darf.

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