Schleppender Auftakt der Kommunalwahl

Das stürmische Wetter dürfte seinen Teil dazu beitragen: Die Kommunalwahlen in Bayern haben sehr ruhig begonnen. Die Beteiligung lag bis zum Mittag hinter jener von 2002.
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Rechnet fest mit seiner Wiederwahl: Münchens Oberbürgermeister Ude
dpa Rechnet fest mit seiner Wiederwahl: Münchens Oberbürgermeister Ude

Das stürmische Wetter dürfte seinen Teil dazu beitragen: Die Kommunalwahlen in Bayern haben sehr ruhig begonnen. Die Beteiligung lag bis zum Mittag hinter jener von 2002.

Nach einem sehr ruhigen Beginn bei meist stürmischem und nassen Wetter ist die Beteiligung an den Kommunalwahlen in Bayern bis zum Mittag hinter der von 2002 zurückgeblieben. Nach einer dpa- Umfrage in mehreren größeren Städten war die Entwicklung überall leicht rückläufig. So lagen Quoten ohne Briefwähler um 12 Uhr zwischen 10,4 Prozent in München und 16,4 Prozent in Nürnberg. Mit Briefwählern überschritt als erste die Landeshauptstadt zur Mittagszeit knapp die 20-Prozent-Marke.

Die Beteiligung an den Kommunalwahlen im Freistaat war auch schon in der Vergangenheit stetig zurückgegangen. Hatte die Beteiligung 1990 am Schluss bei genau 75 Prozent gelegen, waren es 1996 noch 67,3 und 2002 nur noch 63,2 Prozent. Gut neun Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, bayernweit knapp 40.000 Mandate zu vergeben. Neu gewählt werden unter anderem 62 der 71 bayerischen Landräte und die Oberbürgermeister in 17 der 25 kreisfreien Städte. Im ganzen Bundesland werden die Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte der mehr als 2000 Kommunen neu bestimmt.

Erster grüner Landrat?

Die Wahl gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die Landtagswahl Ende September. Sie ist außerdem der erste landesweite Stimmungstest für die CSU-Spitze mit Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Herbst.

In den drei größten bayerischen Städten rechnet die SPD aber fest mit der Wiederwahl ihrer Oberbürgermeister. Für den Münchner OB Christian Ude wäre es schon die vierte Amtszeit, er regiert seit 1993 mit der ältesten rot-grünen Rathauskoalition Deutschlands. In Nürnberg und Augsburg fällt die Entscheidung vielleicht erst in einer Stichwahl in zwei Wochen.

In Würzburg, Erlangen, Ingolstadt, Regensburg und Passau wollen CSU-Oberbürgermeister ihre Position verteidigen. Die Fürther Landrätin und einstige CSU-Rebellin Gabriele Pauli kandidiert nicht mehr und verliert damit ihr letztes politisches Amt. In Freising hoffen die Grünen, ihren ersten Landrat in Bayern zu stellen. Die ersten Ergebnisse will der Landeswahlleiter am Abend ab 19 Uhr veröffentlichen. (dpa/AP)

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