Rosa Liste in München: "Wir wollen dazu beitragen, dass es zu einer grünen Sensation kommt" 

Die Rosa Liste, die seit 30 Jahren die Interessen der queeren Community im Rathaus vertritt, ist wieder im Münchner Stadtrat vertreten. 
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Bernd Müller zieht für die Rosa Liste in den Stadtrat ein.
Bernd Müller zieht für die Rosa Liste in den Stadtrat ein. © Daniel Loeper

Seit 30 Jahren vertritt die Rosa Liste die Interessen der LGBTIQ*-Community im Münchner Stadtrat. Auch in der nächsten Legislatur darf wieder einer für die Rosa Liste im Rathaus Politik machen: Bernd Müller (58) bekommt einen Sitz im Stadtrat.

"Wir freuen uns sehr – auch über Dominik Krauses Ergebnis", sagt Müller am Montag. Krause, der OB-Kandidat der Grünen, erhielt 29,5 Prozent der Stimmen, nur rund sechs Prozentpunkte weniger als der Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD. Die Grünen und die Rosa Liste arbeiten im Stadtrat traditionell zusammen.

"Wir wollen jetzt dazu beitragen, dass es zu einer kleinen grünen Sensation kommt", sagt Müller. Alle Plakatständer der Rosa Liste, die noch in der Stadt herumstehen, könne nun Krause für seinen Wahlkampf verwenden. Auch auf Social Media werde die Rosa Liste für Dominik Krause werben, kündigt Müller an. "Und zwar nicht nur, weil er der erste offen schwule Mann ist, der in München als Oberbürgermeister kandidiert." Auch sonst sei die Rosa Liste voll und ganz von Krause überzeugt.

"Wir wollen weiterhin zusammenarbeiten"

Im Stadtrat allerdings können Grüne und Rosa Liste keine Fraktion mehr bilden. Das hat rechtliche Gründe. "Wir wollen aber weiterhin auf einer informellen Ebene zusammenarbeiten", sagt Müller. Vorstellbar ist, dass die Grünen in Ausschüssen auf einen Sitz für die Rosa Liste verzichten. Doch Genaueres sei noch nicht besprochen.

Müller hat die Rosa Liste 1989 mitgegründet. Dass er erst jetzt in den Stadtrat einzieht, liegt daran, dass Thomas Niederbühl, der für die Rosa Liste die letzten 30 Jahre im Stadtrat saß, diesmal nicht mehr antritt.

Bernd Müller, der für die Münchner Aidshilfe arbeitet, will nicht viel anders machen als sein Vorgänger: "Seine Arbeit war sehr erfolgreich", sagte er zur AZ.

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