Rockavaria: Optimal läuft es noch nicht

Richtig voll ist es am Freitag auf dem Olympiagelände noch nicht - das hatte sich im Vorfeld bei den mittelmäßigen Vorverkäufen schon abgezeichnet. Auch an der Bandplatzierung sollten die Veranstalter noch arbeiten.
| Nicolas Freund
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Rockavaria startete am Freitagabend.
dpa 9 Rockavaria startete am Freitagabend.
Überlaufen ist es nicht gerade. Trotzdem: Auf dem "Rockavaria" herrscht rege Stimmung.
dpa 9 Überlaufen ist es nicht gerade. Trotzdem: Auf dem "Rockavaria" herrscht rege Stimmung.
Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
dpa 9 Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
dpa 9 Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
dpa 9 Am Freitagabend startete "Rockavaria" im Münchner Olympiapark.
Der Sänger Brandon Boyd von der US-amerikanischen Band Incubus.
dpa 9 Der Sänger Brandon Boyd von der US-amerikanischen Band Incubus.
Der Sänger Brandon Boyd von der US-amerikanischen Band Incubus.
dpa 9 Der Sänger Brandon Boyd von der US-amerikanischen Band Incubus.
Der Sänger Matthew Bellamy von der britischen Band Muse.
dpa 9 Der Sänger Matthew Bellamy von der britischen Band Muse.
Der Sänger Matthew Bellamy von der britischen Band Muse.
dpa 9 Der Sänger Matthew Bellamy von der britischen Band Muse.

München -  Gut, Muse feuern schon zu Beginn ihre Hits "Stockholm Syndrom" und "Supermassive Blackhole" raus. Die drei unscheinbaren Engländer um Matthew Bellamy beackern Gitarre, Bass und Schlagzeug als wären sie Slayer. Lichtshow, Riffs, Einsätze: alles sitzt.

Zwei Blitze zuckten aber schon am Olympiaturm vorbei und bei "Dead Inside" vom neuen Album, das nächste Woche erscheint, fängt es an zu schütten. Jetzt bloß keine Wasserspiele wie vorige Woche bei AC/DC. Zum Glück nur ein kurzer Schauer - und Muse lassen gleich darauf Tonnen Konfetti und gigantische Luftballons regnen. Aber bei einem Festival kann einiges schief laufen - nicht nur das Wetter.

Lesen Sie hier: So rockt Rockavaria: Der Olympiapark bebt!

Incubus haben sich davor etwas sehr auf ihre Hits verlassen und dazwischen viel improvisiert. Nicht immer leicht nachvollziehbar, aber trotzdem ein erstes Festival-Highlight.

Richtig voll ist es am Freitag auf dem Olympiagelände noch nicht - das hatte sich im Vorfeld bei den mittelmäßigen Vorverkäufen schon abgezeichnet. Aber eigentlich sehr angenehm: Ein Festival, bei dem man nie lange warten muss, überall einen guten Platz bekommt und auch im Biergarten im Schatten sitzen kann.

In der Olympiahalle ging es am Nachmittag noch sehr zahm zu: Nur ein paar Hundert Fans wollten die Engländer von Arcane Roots sehen. Die Arena war nicht einmal halb voll, die Ränge praktisch leer. Mit Ausnahme des heutigen Headliners Limp Bizkit doch eine etwas zu große Location für viele der Bands, die dort spielen.

Lesen Sie hier:

Dagegen das Theatron, die kleine Bühne direkt am See, wo abends die Shootingstars Kvelertak aus Norwegen auftreten: Die Ränge, die wie bei einem Amphitheater zu der Bühne am Ufer herunterführen, waren schon nachmittags brechend voll. Ab vier Uhr wurde der Zugang sogar wegen Überfüllung gesperrt. Das lag sicher auch an dem strahlenden Wetter, aber die Bühne dort ist für einige der auftretenden Bands zu klein. Hier braucht es noch Feinjustierung bei der Bandplatzierung. Aber das Theatron ist dafür eine wunderschöne Location, die so sonst kaum ein anderes Festival zu bieten hat.

Der Olympiapark ist überhaupt wie gemacht für Rockevents dieser Art. Stadion und Halle nebeneinander, dazwischen genug Platz für kleine Bühnen und alles, was sonst so an einem Festival dran hängt - außer einem Campingplatz. Auf anderen Festivals geht dort die halbe Action ab. Nach den Konzerten noch gemeinsam Grillen, trinken und Quatsch machen schweißt ein Publikum natürlich ganz anders zusammen, als eine gemeinsame Heimfahrt mit der U3.

Aber das ist nur einer der vielen kleinen Makel des Rockavaria. Eine der absurdesten Anordnungen: Im Amphitheater des Theatrons ist es verboten zu stehen. Bleibt abzuwarten, wie gut das klappt, wenn dort morgen Bands wie die Hardcore-Legende Sick of it All auftreten.

 

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