Rechte Szene in München: Gruppen unterstützen sich

Einem Bericht des BR zufolge rücken die rechten Gruppierungen in München enger zusammen. Die Verbindungen geben Anlass zur Sorge.
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Anhänger der islamkritischen Bewegung Bagida (Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes) bei einer Demonstration 2016 in München. (Archivbild)
Sven Hoppe/dpa Anhänger der islamkritischen Bewegung Bagida (Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes) bei einer Demonstration 2016 in München. (Archivbild)

München - Die rechte Szene in München rückt immer näher zusammen. Das geht aus einem Bericht des Bayerischen Rundfunk hervor. Grundlage ist der Jahresbericht der Fachstelle Demokratie in München. Demnach stärken sich einige rechte Bündnisse gegenseitig den Rücken, wie zum Beispiel das Münchner Pegida-Bündnis und die AfD. Pegida zeige Reden von AfD-Politikern, im Gegenzug würden Pegida-Funktionäre AfD-Veranstaltungen besuchen. 

Pegida wird in München außerdem von Mitgliedern der NPD, dem Dritten Weg und der Identitären Bewegung unterstützt. "Es ist durchaus so, dass wir Personen aus verschiedenen Teilen des extrem rechten Spektrums immer wieder auf Veranstaltungen gemeinsam antreffen", sagt Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle gegenüber dem BR

Reichsbürger und Rassismus

Ein weiterer Bereich, der Anlass zur Sorge gibt: Die steigende Zahl von Reichsbürgern in Bayern. Bis Ende 2018 konnten die Sicherheitsbehörden 325 sogenannte Reichsbürger mit einer Waffenerlaubnis identifizieren. Rund 4.000 Reichsbürger sollen insgesamt im Freistaat leben.

Immer wieder kommt es auch in München zu Hausdurchsuchungen mit immensen Waffenfunden, wie in dem Fall eines Nazirockers aus Untergiesing. "Wir beobachten, dass das Vertrauen in die Institutionen sinkt. Immer mehr Verschwörungstheorien greifen um sich", sagt Heigl in dem Bericht weiter.

Die Anhänger dieser Bewegung erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Die Bewegung wird seit Herbst 2016 vom Verfassungsschutz beobachtet. 

Lesen Sie auch: Identitäre feiern in Oberföhring

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