Radler runter vom Marienplatz? Grüne gegen Radl-Verbot

Die Rathaus-Grünen stemmen sich gegen das Radl-Verbot am Marienplatz - und fordern zusätzlich eine Alternativroute über den Hofgraben.
| iko
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München - Münchens Grüne sind schwer verärgert. Dass Radler vom Marienplatz verbannt werden sollen, wollen sie sich nicht bieten lassen. Im Planungsausschuss, wo das von der Rathaus-Groko vorgeschlagene Radl-Umleitungs-Konzept beschlossen werden soll, gibt es heute wohl nochmal ordentlich Krach.

Lesen Sie dazu auch: Stadt plant neue Radl-Route in der Altstadt

Wie berichtet wollen SPD und CSU Busse, Taxis, Radlfahrer und Rikschas vom Marienplatz ausschließen und den Bereich vom Rindermarkt bis zur Landschaftstraße und vom Marienplatz bis zum Tal zur Fußgängerzone umbauen.

Dann sollen Radler, die vom Odeonsplatz kommen, nicht mehr auf der bisherigen Hauptroute durch die Residenz- und Dienerstraße strampeln und den Marienplatz durchkreuzen dürfen (hier fahren rund 8000 Radler täglich). Sondern über einen 400-Meter-Umweg über den Hofgarten, Alfons-Goppel-Straße, Falkenturm- und Sparkassenstraße zum Viktualienmarkt, Rosental und Rindermarkt fahren.

 

Eine Alternativstrecke ist nicht genug!

 

Was die Grünen besonders ärgert: „Die neue Hauptroute entschärft zwar die Engstelle Marienplatz, dafür entstehen aber anderswo lauter neue“, sagt Stadtrat Herbert Danner.

Richtig eng wird’s beispielsweise im Torbogen am Hofgarten, der nur 4,90 Meter breit ist. Gefährlich auf der Strecke könnte auch die stark befahrene Maximilianstraße werden, die die Radler über die Alfons-Goppel-Straße queren müssten. Das Hauptproblem aber entsteht nach Ansicht der Grünen an der Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt, wo ohnehin schon viele Fußgänger, Taxis, Lieferautos aufeinandertreffen.

Sie fordern deshalb zusätzlich zur alten Marienplatz-Route eine zweite Alternativstrecke. Die soll über Residenzstraße, Max-Joseph-Platz, Hofgraben, Sparkassenstraße und Kustermannfahrbahn zum Rindermarkt führen.

Zwischen Oper, südlicher Residenz- und Dienerstraße und auch in der Burgstraße soll die Stadt eine Fußgängerzone ausweisen, in der das Radeln erlaubt ist. Um Platz für Radler zu schaffen, soll die Tiefgarage vor der Oper künftig nur noch für Anwohner und Gewerbetreibende befahrbar sein. Der 132er-Bus soll am Ende des Tals vor dem Hauptstrom der Radler wenden, der 52er aber am Marienplatz bleiben.

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