Erste Brasilianer-Wiesn: Samba, Caipirinha und Feijoada
Bier gibt es nicht in Bodo’s Cafézelt & Cocktailbar, dafür Sachertorte – und Caipirinha. Zwei Neuerungen bringt die Wiesn 2026 dem kleinen Zelt: Die Holz-Konstruktion ist komplett neu. Und: Premiere! Münchens brasilianische Community feiert hier mit einer Samba-Band und Musica Popular Brasileira.
„Die Wiesn ist ein Weltfest. Die ganze Welt genießt es. Wir bringen mit Respekt etwas von der brasilianischen Kultur“, erklärt der deutsch-brasilianische Influencer Alexandro Schreiber (31): „Bodo’s Zelt ist auch für seine Diversität bekannt“, meint der Münchner.

"Historisch": Samba und Feijoada sind neu auf der Wiesn
Mit Geschäftspartner Gabriel Cabral Antonio (35) hat er am 20. September das erste Mal in der Geschichte des Oktoberfests, Samba und Feijoada auf die Wiesn gebracht. Das Nationalgericht der Brasilianer ist ein deftiger Schwarze-Bohnen-Eintopf mit Maniokmehl, Orangen, Grünkohl und Reis. „Exzellent!“, schwärmt eine Brasilianerin im lila Dirndl und schwarzen Herzohrringen.

Das Essen kommt vom kleinen Restaurant La Favela
„Brasilianische Orte fehlen in München. Am liebsten würde ich eine Bar eröffnen“, sagt Shirley aus Recife, die mit einem Deutschen verheiratet ist: „Ich bin heute glücklich.“Das duftende Essen kommt vom kleinen Restaurant „La Favela“ im Bahnwärter Thiel. Wirklich erstklassig ist der Samba auf der Bühne von „Vando und Banda“.

"Gostosinho" heißt superangenehm, superköstlich
Als Ersatz für den Lead-Sänger wurde extra Musiker Márcio aus Kopenhagen zur Wiesn eingeflogen.Diese „Brasilien-Experience“ heißt „Gostosinho“ – wörtlich: „Leckerchen“, eben köstlich, superangenehm und einfach sehr toll. Im familiären Zelt gibt es brasilianischen Spirit zum Frühstück: Um 11.15 Uhr steht das erste Glas Caipi mit Zuckerrohrschnaps auf dem roten Tischtuch.

Die Münchner Samba-Schule „Praias do Isar“ (Isarstrand) performt mit ihren Trommlern – und drei „Königinnen“ des brasilianischen Oktoberfests aus Blumenau/Südbrasilien schauen vorbei. „Besonders ist, dass wir ohne Schranken feiern. Es gibt Verbrüderung, auch wenn man weiß, dass die Kasten weiter existieren“, findet der Münchner Choreograf Irineu Nogueira.

Die „Gostosinho“-Wiesn am 4. Oktober ist ausverkauft. Doch am 26. September steht der „Tag der Brasilianer“ im Hackerzelt an – diesmal mit einer After-Wiesn-Party von "Gostosinho" im Backstage.

