Postengeschacher bei der Stadt

Bei Gewofag und GWG werden zum Jahresende ein paar Chefsessel frei. Im Stadtrat weckt das natürlich Begehrlichkeiten.
| Florian Zick
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München - Wäre man missgünstig, würde man es wahrscheinlich eine kleine Mauschelei nennen. Denn bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG gehen Ende des Jahres drei der vier Geschäftsführer in Rente. Und wie es der Zufall so will: Bei SPD und CSU interessiert sich jeweils ein Stadtrat für diese Posten.

Bestünde die Rathaus-Koalition aus drei Parteien, wären womöglich alle drei Plätze auf einen Schlag weg. So sind aber immerhin zwei davon reserviert: einer für den Amlong-Christian (SPD) und einer für den Straßer-Max (CSU). Beide haben angekündigt, sich für die Spitzenposten bewerben zu wollen.

Diese Genossenschaften suchen noch neue Mitglieder

Die Fraktionschefs und auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sind deshalb alarmiert. Denn natürlich sieht das nach Vetternwirtschaft alter Tage aus. Dabei haben SPD und CSU dem Postengeschacher nach Parteibuch doch längst eine Absage erteilt.

Bei der Rathaus-SPD bastelt man deshalb angeblich an einer Exitstrategie. In der Parteibasis wird erwartet, dass der OB im Laufe der Woche noch ein Machtwort spricht und seinen Parteifreund zum Rückzug zwingt. Denn eines ist klar: Sollte Christian Amlong nicht zurückzuziehen, wird seine Partei kaum darum herumkommen, ihn zu wählen. Der Imageschaden für die SPD wäre damit programmiert.

In der CSU beobachtet man nun aufmerksam, was sich in Reihen des Regierungspartners tut. Sollte der SPD-Kandidat abspringen, geht man dort davon aus, dass auch Max Straßer seine Ambitionen aufgeben wird. Denn so ist das eben in einer Koalition: Entweder man teilt schiedlich-friedlich-brüderlich – oder es gehen eben alle leer aus.

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