"Warum nicht gleich für alle?": OB Reiter kritisiert Vorstöße für Gratis-Öffis für Senioren

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wirft Grünen und ÖDP in der Diskussion um Gratis-ÖPNV für Senioren Populismus vor.
Jan Krattiger
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Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).
Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). © Daniel von Loeper

Ein "populistisches Wettrennen um die beste Schlagzeile" wirft Oberbürgermeister Reiter (SPD) der ÖDP und Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) vor.

"Populistisches Wettrennen": OB Reiter kritisiert Krause und ÖDP

Krause hatte auf dem Roten AZ-Sofa vor einigen Wochen gefordert, dass Senioren ab 80 gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen (und hatte damit einen Vorschlag von MVG-Chef Wortmann wieder aufgegriffen).

Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) auf dem Roten AZ-Sofa.
Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) auf dem Roten AZ-Sofa. © Daniel von Loeper

Die ÖDP hat nachgedoppelt und in einem Antrag gefordert, dass schon Senioren ab 70 gratis fahren sollen.

"Die nächste Frage liegt auf der Hand: Warum dann nicht ab 60 – oder gleich für alle?", antwortet nun der OB rhetorisch in einer Mitteilung. Kostenloser Nahverkehr klinge gut, verspreche "soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und weniger Verkehr", so Reiter. Aber: "Wer in dieser Situation Einnahmen abschaffen will, muss sagen, wie das finanziert werden soll". Wer das nicht tue, "betreibt keine verantwortungsvolle Politik, sondern weckt Erwartungen, die zwangsläufig enttäuscht werden", so Reiter weiter.

Der Zweite Bürgermeister Dominik Krause hatte ins Spiel gebracht, die Gratis-Öffis für Senioren mit dem Abbau von Ticketautomaten und der Abschaffung von Papiertickets zu finanzieren. "Das mag man mit 35 für zeitgemäß halten", ätzt nun Reiter in Richtung Krause, "viele ältere Menschen werden dadurch aber abgehängt".

Am 27. Januar wird der Stadtrat im Wirtschaftsausschuss über den ÖDP-Vorschlag diskutieren.

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  • 30 in Bayern vor 45 Minuten / Bewertung:

    "Populistisches Wettrennen um die beste Schlagzeile" sagt der OB, der einfach mal schnell Tempo 50 auf den Ring zurückbringt oder einen Stadtratsbeschluss oder nun legales Gehwegparken verspricht, weil in ein paar Wochen Wahl ist. Kann man sich ja kaum besser ausdenken.
    Die laut Herrn Reiter fehlenden Vorschläge zur Gegenfinanzierung gibt es, aber weil er allen unter 80 zu wenig zutraut, hält er diese halt für nicht umsetzbar. Also ist seine Lösung halt einfach weiterso und auf den eigenen Populismus konzentrieren.
    Aus meiner Sicht nicht wählbar, wenn man als Wähler etwas reflektiert ist.

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  • Witwe Bolte vor einer Stunde / Bewertung:

    In Ungarn fahren Rentner gratis im ÖPNV.
    Dort wird auch kaum Geld für Gästebetreuung ausgegeben. Die denken zuerst an ihre eig. Bevölkerung.

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  • Wilhelmine vor 57 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Der Umzug wird sogar finanziert!

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