Boden brach unter ihren Füßen weg: Frau nach Absenkung in München in Klinik

Update von 14.36 Uhr: Wie ein Sprecher der Münchner Stadtwerke der AZ auf Anfrage berichtet, bekamen die SWM gegen 9.25 Uhr erstmals Meldung von dem Vorfall und dass dabei eine Frau zu Sturz kam und sich verletzte.
Dies deckt sich mit Angaben der Polizei. Nach deren Informationen wartete eine Frau mittleren Alters kurz vor 9 Uhr an der Haltestelle Leonrodstraße. Nach unbestätigten Aussagen habe sich dann plötzlich unter der Frau eine Platte abgesenkt und die Frau stürzte mit einem Bein bis zur Hüfte in das Loch. Dabei habe sich die Frau Prellungen und Schürfwunden zugezogen. Sie wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt.
Bauarbeiter sägten mithilfe eines Trennschleifers den Asphalt zwischen den beiden Gleisbereichen auf und brachen diesen dann mit einem Presslufthammer auf. Durch diese Aktion will man feststellen, ob sich unter dem Gleisbereich zwischen den beiden Löchern ein Hohlraum gebildet hat, der möglicherweise einstürzen könnte.
Ursprungsmeldung von 12.12 Uhr: Am Donnerstagvormittag hat sich im Wartebereich der Tramhaltestelle Leonrodplatz in der Dachauer Straße ein Loch am Boden gebildet. Eine Frau stürzte in das Loch und hat sich dabei leichte Verletzungen zugezogen. Laut Aussagen von vor Ort soll sich das Loch unter der Frau aufgetan haben, diese Info wurde bisher noch nicht offiziell bestätigt.
Nur wenige Meter daneben hat sich an der gegenüberliegenden Haltestelle auf gleicher Höhe ebenfalls ein Loch gebildet. Auf der Fahrbahn sind zwischen den Gleisen rote Markierungen zu sehen. Bauarbeiter erklärten der AZ, dass dort in einer Tiefe von einem Meter bis 1,20 Meter eine Starkstromleitung verläuft.
Im Abstand von wenigen Metern: zwei Löcher an den Haltestellen Leonrodplatz aufgetaucht
Die beiden Löcher sollen etwa 50 cm bis einen Meter tief sein und wurden von der Polizei weiträumig abgesperrt.
Wie es zur Bildung der beiden Löcher kam, ist derzeit nicht bekannt. Gegen 15 Uhr soll ein Betonmischer vor Ort sein und die beiden Löcher füllen. Für weitere Untersuchungen wurde zwischen den Gleisen der Asphalt aufgesägt.
Die Fahrbahn und die Tramschienen sind davon nicht betroffen, der Verkehr geht aktuell in beiden Fahrtrichtungen weiter. Allerdings kommt es im Tramverkehr bereits zu Verspätungen. An den betroffenen Haltestellen lassen die Trambahnfahrer die Passagiere mit etwas Abstand zu den Löchern aussteigen.
Erst im Herbst wurden in Laim im Baufeld der Tram-Westtangente Hohlräume im Boden im Bereich des U-Bahnbauwerks in der Gotthardstraße festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Abschnitt der Fürstenrieder Straße gesperrt und der unmittelbar angrenzende Straßenverkehr umgeleitet. Als Ursache der Hohlräume wurde Holz genannt, das beim Bau des U-Bahnbauwerk verwendet wurde und über die Jahre verrottet ist.
Anmerkung: In einer vorherigen Version war von einer Baustelle die Rede, in deren Nähe sich die Löcher gebildet haben. Dies haben wir nach weiteren Infos von vor Ort ausgebessert.