Paulaner Bräuhaus: Wer wird der neue Wirt?

Hermann Zimmerer war seit 2013 Wirt des großen Gasthauses am Kapuzinerplatz. Zum Jahresende hört er auf. Die Nachfolge scheint schon festzustehen.
Ruth Frömmer
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München muss noch nicht ganz auf Hermann Zimmerer verzichten: Dem Wirtshaus zum Straubinger bleibt er noch eine Weile treu.
München muss noch nicht ganz auf Hermann Zimmerer verzichten: Dem Wirtshaus zum Straubinger bleibt er noch eine Weile treu. © Hannes Magerstädt

Nur wenige Münchner wissen, dass in der Isarvorstadt im 19. Jahrhundert Biergeschichte geschrieben wurde. Nun geht dort wieder ein Kapitel zu Ende. Hermann Zimmerer hört zum Jahresende als Wirt im Paulaner Bräuhaus auf. 1881 gründeten die Brüder Eugen und Ludwig Thomaß am Kapuzinerplatz 5 Thomasbräu. Während man dort als eine der ersten Brauereien überhaupt Münchner Hell braute, entstand 1893 das zugehörige Gasthaus.

Die Geschichte vom Paulaner Bräuhaus in München: 1928 fusionieren Thomasbräu und Paulaner

1928 fusionierte Thomasbräu mit Paulaner zu Paulaner Salvator Thomas Bräu. Erst 1994 verschwand der Name Thomasbräu komplett. 1989 zog in die großzügigen Gasträume das Paulaner Bräuhaus mit seinen berühmten Kupfertanks ein. Bekannt ist auch der zugehörige Biergarten mit 600 Plätzen im Innenhof. Der letzte große Umbau fand im Jahr 2013 statt. Das Haus wurde generalsaniert und gemeinsam mit dem Wirt Hermann Zimmerer wiedereröffnet.

Ein Haus mit Geschichte. Im Jahr 1910 befand sich am Kapuzinerplatz die Gaststätte von Thomasbräu.
Ein Haus mit Geschichte. Im Jahr 1910 befand sich am Kapuzinerplatz die Gaststätte von Thomasbräu. © Stadtarchiv

Zum Jahresende verabschiedet er sich von seinen Gästen. Gut möglich, dass sein Nachfolger schon feststeht. Bei Paulaner möchte man sich dazu nicht äußern. "Wir werden zur gegebenen Zeit kommunizieren, wie es weitergeht", heißt es lediglich aus der Brauerei. Zimmerer setzt sich noch nicht ganz zur Ruhe. "Die Arbeit geht mir auch im neuen Jahr nicht aus", sagt der 64-Jährige zur AZ. Er ist auch Wirt im Wirtshaus zum Straubinger an der Schrannenhalle. Sein Pachtvertrag dort läuft noch bis 2028. Außerdem betreibt er das Wirtshaus Zwickl am Viktualienmarkt.

Hausbier wird auch in Zukunft gebraut

Das Paulaner Bräuhaus verlasse er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit", so Zimmerer. "Bräuhaus" ist nicht nur Name, sondern auch Programm am Kapuzinerplatz. Für den Ausschank wird vor Ort Zwickl- und Weißbier nach eigenen Rezepten gebraut und abwechselnd verschiedene Saisonbiere. Zimmerer hofft, dass seine Nachfolge dieses Konzept ebenso erfolgreich weiterführt.

Im 19. Jahrhundert braute Thomasbräu als eine der ersten Brauereien hier am Kapuzinerplatz Münchner Hell. Das große Gasthaus steht hier seit 1893. In den Kupferkesseln des Paulaner Bräuhauses wird bis heute ein eigenes Hausbier gebraut. Nun steht ein Pächterwechsel an.
Im 19. Jahrhundert braute Thomasbräu als eine der ersten Brauereien hier am Kapuzinerplatz Münchner Hell. Das große Gasthaus steht hier seit 1893. In den Kupferkesseln des Paulaner Bräuhauses wird bis heute ein eigenes Hausbier gebraut. Nun steht ein Pächterwechsel an. © Daniel von Loeper

Das ist gut möglich, denn eines weiß er schon: "Es freut mich, dass unsere Braumeisterin Annalena Ebner an Bord bleiben wird." Was mit dem Rest der rund 40 Mitarbeiter passiert, ist noch unklar. Das Bräuhaus bleibt vorerst geschlossen. Paulaner möchte den Gastraum sanieren und die Brauanlage technisch auf Vordermann bringen. Die große Wiedereröffnung wird dann im April gefeiert.

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2 Kommentare
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  • HansHerrlich am 09.12.2025 17:27 Uhr / Bewertung:

    Dachte immer da gibts nur das "normale" Paulaner, und das scheue ich wie die Katze das Wasser...Vielleicht probier i no a Hoibe...

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  • Da Ding am 09.12.2025 14:36 Uhr / Bewertung:

    Bleibt zu hoffen, dass die Braumeisterin weiterhin ihr gutes Bier brauen darf.
    Wäre sehr schade darum.

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