Passantenzahlen in der Münchner Innenstadt steigen wieder

Im Oktober wurden auf der Kaufingerstraße mehr Menschen gezählt, als vor der Pandemie.
| Hüseyin Ince
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Trotz der Pandemie steigen die Passantenzahlen in der Kaufinger Straße wieder. (Archivbild)
Trotz der Pandemie steigen die Passantenzahlen in der Kaufinger Straße wieder. (Archivbild) © Daniel von Loeper

München - Viele Münchner Einzelhändler sowie Gastronomen dürften nach dem Weihnachtsgeschäft 2021 aufgeatmet haben. Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstitutes IVD Süd haben sich die Passantenzahlen auf der Kaufingerstraße erholt. 

Sie pirschen sich vorsichtig an das Niveau vor der Pandemie heran. Und für die Geschäftsleute ist das wichtig. Die einfache Faustregel: Je größer die Schwärme, die vor der Ladentüre vorbeiziehen, desto mehr Kundschaft bleibt hängen.

Von mehr als 700.000 hin zu weniger als 50.000 Personen

Noch im Jahr 2019 wurden auf der Kaufingerstraße während des Weihnachtsgeschäfts ab 1. November bis zu 750.000 Personen pro Woche gemessen. 2020 fiel diese Zahl durch den Lockdown zeitweise auf einen Negativrekord: Ab der 51. Woche 2020 verirrten sich nur noch 46.000 Menschen pro Woche auf die zentralste Einkaufsmeile Münchens.

Im Oktober 2021 hat sich diese Zahl mehr als verzehnfacht: 509.000 Passanten. Als die Omikronwelle in Sichtweite war, brach sie etwas ein: 401.000 bis 431.000 Passanten pro Woche.

Verbandschef zeigt sich optimistisch

Das sei zwar weit entfernt von den 750.000 im Jahr 2019, aber: "Alles ist besser als Lockdown", sagt Wolfgang Fischer vom Verband der Innenstadt-Geschäftsleute Citypartner. "An zwei Oktobersamstagen war die Passantenzahl an der Neuhauser Straße sogar höher als vor Pandemie", sagt Fischer.

Die Lage mache den Händlern trotz Pandemie Hoffnung, so Fischer. Und: "Nicht jeder Einkauf ist einfach in den Online-Handel abgewandert, das ist ein gutes Zeichen." Die Passantenzahlen könnten sogar noch höher sein, sagt Fischer: "Es fehlen Spontankäufer, also Leute, die flanieren, bummeln, essen, trinken und dann noch was kaufen."

Einzelhändler wünschen sich eine Impfpflicht

Die Kundschaft gehe gezielt auf die Einkaufsmeile. "Wenn meine Espressomaschine kaputt ist, nehme ich die Wartezeiten durch Einlassbeschränkungen in Kauf", sagt Fischer. Das sei eh ein brisantes Thema bei Citypartner.

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Einige Verbandsmitglieder hätten das Gefühl, instrumentalisiert zu werden, nach dem Motto: "Lieber komplizierte Einlassregeln, um die Leute zum Impfen zu drängen, statt Impfpflicht", sagt Fischer. Daher wünschten sich viele Münchner Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers eine allgemeine Impfpflicht.

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