Partei-Austritt! Ex-Chef Sylvio Bohr verlässt die Grünen

Münchens Grünen-Chefin Gülseren Demirel sah es am Donnerstag auf Facebook. "So, das war’s", schreibt Silvio Bohr (38) da, der eineinhalb Jahre bis Frühling 2019 Münchens Grüne geführt hat.  
| Irene Kleber
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Sylvio Bohr ist bei den Grünen ausgetreten.
privat Sylvio Bohr ist bei den Grünen ausgetreten.

Münchens Grünen-Chefin Gülseren Demirel sah es am Donnerstag auf Facebook. "So, das war’s", schreibt Sylvio Bohr (38) da, der eineinhalb Jahre bis Frühling 2019 Münchens Grüne geführt hat.

München - Bohr schreibt: "Nach mehr als 20 Jahren Parteimitgliedschaft, habe ich gestern entschieden mit sofortiger Wirkung meinen Austritt bei den Grünen zu erklären." Demirel zur AZ: "Ich war überrascht und dachte mir, Sylvio Bohr, ich verstehe deine Begründungen nicht."

Bohr: Kein Gespräch mit den Grünen gesucht?

"Eloquenz steht über Inhalt: Mir ist oftmals unklar für welche Inhalte die Landtagsfraktion wie der Landesverband stehen. Gerade in der Sozialpolitik oder in der Gesundheitspolitik", schreibt Bohr da zum Beispiel. Oder: "Prekarität, soziale Ausgrenzung und Wohnungsnot finden parallel zu ökologischen Krisen statt. Hierfür gleichrangig Lösungen zu erarbeiten wäre wichtig." Demirel: "Wir unterstützen das Volksbegehren Mietenstopp, wir befürworten die SEM. Wir haben im Landtag ein großes Paket zu Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit und Sozialwohnungen auf den Weg gebracht, ich weiß nicht, was er meint. Schade, dass er nicht das Gespräch mit uns gesucht hat."

München: Koalitionsverhandlungen nach Kommunalwahl

Den Stadt-Grünen stehen ohnehin unruhige Zeiten bevor. Demirel hatte angekündigt, nach der Kommunalwahl als Vorsitzende aufhören zu wollen, auch Co-Chef Dominik Krause, der gleichzeitig Grünen-Stadtrat ist, wird sein Amt wohl nicht behalten – weil die Stadtrats-Grünen nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der SPD aus der Opposition in die Regierung zurückkehren. Und die Ökopartei üblicherweise Amt und Mandat trennt. Es wird also wohl bald nach einem neuen Chef-Duo gefahndet werden. Demirel: "Noch hat sich keiner still oder laut geäußert, der nachfolgen will."

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