Was hilft gegen den Wiesn-Kater? Das empfehlen Münchner Spitzenköche

Der Morgen danach ist immer so eine Sache. Gerade auf (und nach) der Wiesn können die Nächte lang werden. Für viele Besucher gehört der Kater daher fast schon dazu, wenn das Oktoberfestbier am Vorabend besonders gut geschmeckt hat. Ob Rührei mit Speck, Rollmops oder eine kräftige Brühe – über das richtige Mittel gegen Katerbeschwerden gehen die Meinungen auseinander.
Diesem Thema widmete sich am Mittwochmorgen eine Veranstaltung im Restaurant Mokum. Auf Einladung des Kochgeschirrherstellers "Hexclad" wurden verschiedene Gerichte gezeigt und probiert, die sich als kräftige Grundlage nach einer durchzechten Nacht eignen – darunter auch eine japanische Spezialität.
Tamagoyaki sind Omeletts aus gewürztem Ei, die Schicht für Schicht aufgerollt werden. Mokum-Koch Florian Rottensteiner bereitet sie in einer besonderen rechteckigen Tamagoyaki-Pfanne zu, damit die typische Form entsteht.
Katerfrühstück beim Drei-Sterne-Koch
Am Rande des Events trifft die AZ die Münchner Spitzenköche Tohru Nakamura (Tohru in der Schreiberei) und Graciela Cucchiara (Alimentari da Graciela). Und ausgerechnet die beiden haben mit dem klassischen Katerfrühstück wenig am Hut.
Nakamura hat aus seiner zweiten Heimat Japan vor allem eine Angewohnheit übernommen: Nach einem ausgelassenen Partyabend – auch auf der Wiesn – isst er lieber noch etwas, bevor er ins Bett geht. "Da muss ich die Fahne hochhalten für Ramen", sagt Nakamura. Die japanische Nudelsuppe mit ihrer heißen, salzigen Brühe und dem Fett helfe ihm dabei, sich am nächsten Tag besser zu fühlen.
Münchner Spitzenköche über die Wiesn
Grundsätzlich bleibt dem Drei-Sterne-Koch im Alltag wenig Zeit zum Frühstücken. Auch Graciela Cucchiara legt mehr Wert auf ein reichhaltiges Mittagessen. Die argentinisch-italienische Köchin frühstückt sehr "italienisch". "Ich trinke einen Kaffee an der Bar und der Hunger kommt erst mittags", sagt sie.

Einen Wiesn-Kater haben die beiden ohnehin kaum zu befürchten. Nakamura und Cucchiara waren heuer nämlich noch gar nicht auf dem Festgelände unterwegs. "20 Jahre lang war ich nicht auf der Wiesn", sagt Cucchiara. In den vergangenen drei Jahren habe dann auch sie das Volksfest für sich entdeckt. Aber: "Ich gehe nur, wenn schönes Wetter ist und nicht zu viel los ist."
Tohru Nakamura hat während der Wiesn in seinem Restaurant alle Hände voll zu tun. Trotzdem wolle er versuchen, am letzten Wochenende noch einmal auf das Festgelände zu kommen. Ein Katerfrühstück werden die viel beschäftigten Genussbotschafter danach vermutlich trotzdem nicht brauchen.