"Verbale Entgleisung": Teufelsrad feuert neuen Ansager

Das Fahrgeschäft Teufelsrad feuert einen seiner neuen Ansager: "Wir bedauern die verbale Entgleisung des Rekommandeurs", teilt Jan Polaczy mit, der Ehemann der Betreiberin Elisabeth Polaczy. "Dieser Sprecher wird im nächsten Jahr nicht mehr für das Teufelsrad arbeiten."
Hintergrund ist ein Vorfall am zweiten Wiesn-Samstag, über den sich eine Teufelsrad-Besucherin beschwert: "Der Ansager rief die Mädchen zwischen 13 und 17 auf die Scheibe. Ein junger Mann lief mit", berichtet die Frau in ihrer Beschwerde-Mail.
Gefeuerter Ansager war noch in der Testphase
"Daraufhin schrie der Ansager: Abdul, nein und Abdul, Schluss. Er hat ihn bei einem Namen genannt, der vermeintlich zu seinem Aussehen passen sollte." Danach habe der Ansager gesagt: "Das passiert, wenn wir das mit der Zuwanderung so weitermachen." Und: "Da müssen wir aufpassen, dass er nächstes Mal nicht noch seine Familie mitbringt."
Man bedaure die "Irritation, die dadurch entstanden ist", so Polaczy. "Wir haben zwei neue Sprecher getestet, da unser altgedienter Sprecher Horst Herrmann leider verstorben ist."
Schon vor der Wiesn gab es Wirble ums Teufelsrad
Schon im Vorfeld der diesjährigen Wiesn hat das Teufelsrad für viel medialen Wirbel gesorgt. Zum einen wurde dem Fahrgeschäft vorgeworfen, die Darstellungen der Figuren über dem Eingang seien sexistisch beziehungsweise diskriminierend. Als Folge wurden drei der vier Figuren umgestaltet.

Und auch mit dem Thema Upskirting, also dem verbotenen Fotografieren oder Filmen unter den Rock, hatte das Teufelsrad in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Seit zwei Jahren geht die Betreiberin, Elisabeth Polaczy, das Upskirting-Problem verstärkt an. Es wurden spezielle Warnschilder und Kameras installiert, zudem können sich Frauen am Fahrgeschäft Radlerhosen ausleihen.