Streit um Oktoberfest-Pläne: Gestiegen Sicherheitskosten auf der Wiesn - wer zahlt's?

Weil die Stadt mehr in Sicherheitsmasnahmen investieren muss, will Joseph Schmid die Kosten durch erhöhte Standplatzmieten wieder reinholen. Gegen Schmids Wiesn-Pläne regt sich massiver Widerstand aus dem Rathaus.
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Wer zahlt die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen?
dpa Wer zahlt die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen?

München - Der Plan ist erst wenige Tage alt, wird aber dennoch schon kontrovers diskutiert. Der 2. Bürgermeister Joseph Schmid will die gestiegenen Kosten für die Stadt über erhöhte Standplatzmieten wieder reinholen.

Doch lässt sich auch verhindern, dass Schaussteller und Wirte die gestiegenen Kosten eins zu eins an die Wiesn-Besucher weitergeben?

Keine Erhöhung der Standplatzmiete

Nein meint unter anderem die Bayernpartei, die deswegen im Stadtrat beantragt hat, dass die Standplatzmieten überhaupt nicht erhöht werden - weder über den Quadratmeter-Preis noch über eine Umsatzpacht, die der aktuelle Plan des Bürgermeisters vorsieht.

Es könne nicht sein, "dass die Beschicker des Oktoberfestes für Sicherheitsmaßnahmen aufgrund abstrakter Gefährdungslagen zur Kasse gebeten werden. Es werden ja auch keine Hotels, Restaurants etc., die vom Oktoberfest profitieren, für die Übernahme der Kosten für die abstrakte Gefährdungslage herangezogen. Dies wäre jedoch ebenso abzulehnen wie die Beteiligung der Beschicker", heißt es in dem Antrag.

Doch selbst der Koalitionspartner kritisiert Schmids Wiesn-Pläne. Die Mehreinnahmen über eine Umsatzpacht bei den Festwirten seien falsch berechnet: "Vier bis fünf Prozent Umsatzpacht bringen nicht so viel, dass man dadurch die ganze Gaudi bezahlen kann", sagte SPD-Fraktionschef Alexander Reissl am Mittwoch der AZ. 

Schmid hatte eine Umsatzpacht für die Wirte angekündigt – ebenso wie eine dauerhafte Verlängerung der Wiesn auf 17 Tage, um zu verhindern, dass der Steuerzahler für die um mehrere Millionen Euro gestiegenen Sicherheitskosten aufkommen muss. Die außerdem geplante Bierpreisbremse, also Deckelung bei 10,70 Euro, droht ohnehin am Kartellrecht zu scheitern.

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