Grünes Band um den Hals: Was Wiesn-Besucher damit zeigen wollen

Ein grünes Schlüsselband mit Sonnenblumen fällt heuer auf der Wiesn auf. Doch was steckt dahinter – und warum tragen manche Besucher das Band um den Hals? Die AZ hat an der Quelle nachgefragt.
Sophia Willibald |
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Hier bekam man die Bänder bis vor Kurzem noch kostenlos auf der Wiesn ausgehändigt: an den Info-Standln der Stadt. Jetzt sind sie vergriffen.
Hier bekam man die Bänder bis vor Kurzem noch kostenlos auf der Wiesn ausgehändigt: an den Info-Standln der Stadt. Jetzt sind sie vergriffen. © Sophia Willibald

Wer heuer auf der Wiesn Besucher mit einem grünen Schlüsselband mit Sonnenblumen um den Hals gesehen hat, mag sich vielleicht gewundert haben, was es damit auf sich hat. Ob diese vielleicht zur Partei der Grünen gehören? Falsch. Hinter dem Band steckt eine ganz andere Botschaft. Die AZ hat sich auf der Wiesn umgehört und an der Quelle nachgefragt.

An den vier Souvenir- und Infostandln der Stadt wurden die Bänder verteilt, wie Mitarbeiterin Isabell der AZ bestätigt. Sie weiß auch genau, was sie zu bedeuten haben. "Die Sonnenblume ist ein internationales Symbol für Menschen mit nicht auf den ersten Blick sichtbaren Einschränkungen, wie zum Beispiel Autismus oder eine Angststörung", erklärt die 21-Jährige.

Nachfrage riesig: 400 Sonnenblumen-Bänder auf der Wiesn bereits verteilt

Seit diesem Jahr ist die Stadt Teil der internationalen "Hidden Disabilities Sunflower"-Initiative. Heuer verteilt sie die Bänder erstmals auch auf der Wiesn. Das soll helfen, dass das Wiesn-Personal und andere Menschen auf einen Blick erkennen, wenn jemand zusätzliche Unterstützung braucht.

Isabell von einem der Souvenir- und Infostandl der Stadt.
Isabell von einem der Souvenir- und Infostandl der Stadt. © Sophia Willibald

Bereits im Mai teilte die Stadt mit: "Ziel der Initiative ist es, Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen mehr Sichtbarkeit, Verständnis und Hilfe im Alltag zu ermöglichen, etwa an Flughäfen, Verkehrseinrichtungen und öffentlichen Orten."

Jetzt hoffen sie auf Nachschub

Meist hänge an dem Bändchen zusätzlich noch ein Kärtchen, auf dem die betroffene Person mitteilen könne, wie man ihr in einer schwierigen Situation am besten hilft, erzählt Isabell.

Die kostenlose Verteil-Aktion fand enormen Anklang. Als die AZ am Freitagnachmittag vor Ort nach den Bändchen fragt, sind bereits alle vergriffen. Mitarbeiterin Isabell sagt: "Die Nachfrage war sehr groß. Wir haben insgesamt an unseren vier Infoständen etwa 400 Stück verteilt."

Jetzt hoffen sie und ihre Kolleginnen, dass bald Nachschub kommt – am besten noch, bevor die Wiesn endet.

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