Die Münchner zieht's auf die Oide Wiesn

Aber Marktkaufleute und kleine Zeltbesitzer klagen - und hoffen auf das Wochenende
| tg, akk
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Prost auf die Oide Wiesn: Die Münchner mögen das historische Fest.
dpa Prost auf die Oide Wiesn: Die Münchner mögen das historische Fest.

MÜNCHEN „Seit die Sonne wieder scheint, lacht auch unser Herz.“ Toni Winklhofer, Wirt des Festzelts „Tradition“ auf der Oidn Wiesn, ist in poetischer Stimmung. Kein Wunder: Sein Zelt boomt. Gerade die Münchner haben dieses Zelt für sich entdeckt und laufen ihm in Scharen zu – am verregneten Start hätten viele zwar ihren Besuch verschoben, sagt Winklhofer, „wir hoffen aber, dass wir den Rückstand jetzt am Wochenende aufholen.“

Was Winklhofer freut, ärgert viele Marktkaufleute und kleine Wiesn-Wirte wie Werner Glöckle: „Der Straßenverkauf hinkt heuer hinterher, untertags strömen die Menschen auf die Oide Wiesn“, sagt er. „Wir hätten alle nicht gedacht, dass das die Menschen so begeistert. Es ist ein anderes Konzept, das man mit der großen Wiesn nicht vergleichen kann.“ Am Abend seien aber auch die meisten kleinen Zelte ausgebucht. Glöckle: „Da geht das Geschäft dann wieder richtig gut.“

Auch Katharina Wiems vom Café Mohrenkopf musste bislang hilflos mit ansehen, wie „Münchner und Ältere mit ihren Enkeln“ an ihrem Stand vorbeizogen. „Das sind eigentlich meine Kunden“, sagt Wiems. „Die Oide Wiesn ist eine große Konkurrenz.“ Das schmerzt – zumal das Oktoberfest für Wiems erst am Mittwoch richtig losging. Vorher war wegen des Regens und der Kälte wenig los. „Wir hoffen aufs Wochenende“, sagt Wiems.

Der wird einiges richten, da ist sich Festleiterin Gabriele Weishäupl sicher. Sie rechnet mit über einer Million Besuchern. Das Azoren-Hoch verspreche tolles Wetter fürs ganze Wochenende, „am Sonntagabend werden wir wohl 3,5 Millionen Besucher anpeilen können“ – das wäre mehr als zur Halbzeit der letztjährigen Jubiläumswiesn.
Wiesn-Wirte-Sprecher Toni Roiderer ist sich da nicht so sicher. Heuer werde man wohl keinen Rekord brechen, „bei der Jubiläumswiesn vergangenes Jahr kamen ja rund 700<TH>000 Leute mehr.“ Verglichen mit einer normalen Wiesn laufe es trotz der Regentage am Anfang aber gut. „Da ging wenig Geschäft, aber wir sind halt in Bayern und nicht in Sizilien“, sagt Roiderer. „Wir sind zufrieden.“

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