Wiesn-Ärger im Paulaner-Festzelt: Mehrere Schankkellner kündigen nach Streit mit dem Chef

Im Paulaner-Festzelt auf dem Oktoberfest ist es zu einem Streit zwischen Festwirt Lorenz Stiftl und zwei Schankkellnern gekommen. Insgesamt sieben Schankkellner haben daraufhin die Arbeit niedergelegt. Beim Ablauf der Auseinandersetzung gibt es unterschiedliche Darstellungen.
Niclas Vaccalluzzo |
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Lorenz und Christine Stiftl sind 2026 die neuen Wiesn-Wirte im Paulaner Festzelt.
Lorenz und Christine Stiftl sind 2026 die neuen Wiesn-Wirte im Paulaner Festzelt. © IMAGO/B. Lindenthaler

Im Paulaner-Festzelt soll es am Montagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen Festwirt Lorenz Stiftl und Schankkellnern gekommen sein. Mehrere Schankkellner haben ihre Arbeit zudem kurzfristig niedergelegt. Nach Informationen der AZ aus mehreren Quellen aus Bedienungskreisen soll der Streit auch körperlich geworden sein.

Die Wirtesprecherin von Lorenz Stiftl widerspricht dieser Darstellung jedoch: Zu einer körperlichen Auseinandersetzung sei es "definitiv nicht" gekommen. Nach Angaben der Sprecherin habe Stiftl am Montag gegen 17 Uhr zwei Schankkellner in einem Vorraum zu einem Kühlraum beim Biertrinken erwischt.

Das neue Wirtepaar Lorenz und Christine Stiftl vor ihrem Paulaner-Festzelt. Am Montagabend soll es hier zu Unruhen unter den Mitarbeitern gekommen sein.
Das neue Wirtepaar Lorenz und Christine Stiftl vor ihrem Paulaner-Festzelt. Am Montagabend soll es hier zu Unruhen unter den Mitarbeitern gekommen sein. © IMAGO/Stefan M. Prager

Streit mit Schankkellnern: Wirtesprecherin widerspricht Vorwürfen

Als der Festwirt die beiden Mitarbeiter auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht habe, seien diese im darauffolgenden Gespräch "recht unfreundlich" geworden. Die beiden Schankkellner hätten daraufhin gekündigt, so die Sprecherin. Aus Mitarbeiterkreisen ist dagegen von einer "heftigen Auseinandersetzung" die Rede.

Streit im Paulaner-Festzelt: Nachdem die Schankkellner am Montag nach einem Streit mit dem Chef gekündigt haben sollen, helfen die Bedienungen beim Ausschank aus.
Streit im Paulaner-Festzelt: Nachdem die Schankkellner am Montag nach einem Streit mit dem Chef gekündigt haben sollen, helfen die Bedienungen beim Ausschank aus.

Sieben Schankkellner schließen die Zapfhähne

In der Folge hätten sich weitere Schankkellner mit ihren Kollegen solidarisiert. Insgesamt sieben Schankkellner hätten ihre Arbeit niedergelegt und die Zapfhähne geschlossen. Das bestätigt auch die Sprecherin.

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Streit hat Auswirkungen auf den Betrieb

Durch die Arbeitsniederlegung der Schankkellner sei es kurzzeitig zu einem Engpass bei der Bierausgabe gekommen. Nach Angaben der Sprecherin gibt es im Paulaner-Festzelt fünf Schenken, an denen jeweils zwischen einem und vier Schankkellner arbeiten.
Den Engpass hätten kurzfristig zwei Braumeister von Paulaner überbrückt, die sich zufällig im Zelt aufgehalten hätten. Auf Fotos und Videos, die der AZ vorliegen, ist zudem zu sehen, wie Bedienungen Bier zapfen. Diese hätten für etwa 15 Minuten ausgeholfen, sagt die Sprecherin.

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Schankkellner aus Hacker-Festzelt helfen aus

Anschließend seien für etwa eine Stunde Schankkellner aus dem Hacker-Festzelt zur Unterstützung hinzugezogen worden. Die vakanten Stellen seien inzwischen bereits mit neuen Schankkellnern besetzt worden.

Bier-Engpass im Paulaner-Festzelt. Nach einem Streit mit dem Chef kündigen mehrere Schankkellner – das ist bis jetzt bekannt.
Bier-Engpass im Paulaner-Festzelt. Nach einem Streit mit dem Chef kündigen mehrere Schankkellner – das ist bis jetzt bekannt. © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Bei der Einweisung vor dem Wiesn-Start hätten alle Mitarbeiter die Information erhalten, dass im Festzelt ein striktes Alkoholkonsumverbot für das Personal gilt, sagt die Sprecherin. Lorenz Stiftl und seine Frau Christine haben das Paulaner-Festzelt erst in diesem Jahr übernommen.

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  • Futurana vor 5 Minuten / Bewertung:

    Tja, nachdenklich macht die Angelegenheit schon, 14 Tage gute Bezahlung wirft man nicht so hin. . Kann aber auch sein, dass die Schankkellner vabanque spielten (mia san mia) und den kürzeren zogen.

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  • Huawa vor 18 Minuten / Bewertung:

    Hmmmmm. Ich glaub mal, dass man sich als Schankkellner mind. 3x überlegt, ob man kündigt. Sind ja „nur“ zwei Wochen, die kann man schon durchhalten. Insofern denk ich, dass mehr dahinter steckt als vom Wirt behauptet (der ja zum 1. Mal das Zelt hat!), zumal noch einige Schankkellner aus Solidarität ebenfalls gekündigt haben. Auf der Wiesn verdient man normalerweise sehr ordentlich, das wirft man nicht einfach so hin. Ich war nicht dabei und kenne nur die Fakten aus dem Artikel, finde aber die Aussagen des Hrn. Stiftl aus vorgenannten Gründen zumindest fragwürdig.

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