180.000 Menschen säumen Münchens Straßen beim Trachten- und Schützenzug

Fast sieben Kilometer lang zog der Trachten- und Schützenzug durch München zur Theresienwiese. Rund 9000 Teilnehmer, mehr als 60 Festwagen und Kutschen sowie zahlreiche Kapellen sorgten für ein farbenprächtiges Spektakel.
von  Sophia Willibald
Die feschen Madln des Trachtenvereins "d’Hochbergler Oberwarngau" in ihren typisch schwarzen Miedern, Schnurhüten und rosafarbenen Schürzen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Verein gegründet, um die Gebirgstracht zu erhalten.
Die feschen Madln des Trachtenvereins "d’Hochbergler Oberwarngau" in ihren typisch schwarzen Miedern, Schnurhüten und rosafarbenen Schürzen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Verein gegründet, um die Gebirgstracht zu erhalten. © Daniel von Loeper

Das Klappern der Pferdehufe auf dem Asphalt, Jubelrufe aus der Menge und der Klang unzähliger Trompeten, Trommeln und Querflöten: Am Sonntag zog eine festliche Geräuschkulisse durch die Straßen Münchens. Anlass war der traditionelle Trachten- und Schützenzug zur Wiesn.

Fast sieben Kilometer bewegte sich der Zug mit etwa 9000 Beteiligten vom Maxmonument durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese. Mit dabei Trachtenvereine, Sport- und Gebirgsschützen, Musikkapellen, Innungen und viele mehr. Neben den Gespannen der Münchner Brauereien, die bereits am Samstag beim Einzug der Wiesn-Wirte durch die Stadt gezogen waren, reihten sich mehr als 60 festlich geschmückte Festwagen und Kutschen in den Zug ein.

Unter Jubelrufen: Trachten- und Schützenzug bewegt sich knapp sieben Kilometer durch die Stadt

Kurz nach 10 Uhr morgens ertönten in der Maximilianstraße die ersten Kapellenklänge, dann setzte sich der kilometerlange Zug langsam in Bewegung. In bunten Gewändern, mit eng geschnürten Miedern, aufgeplusterten Hauben und gehäkelten Kniestrümpfen zogen die Teilnehmer an den zahlreichen Zuschauern vorbei.

Entlang der Strecke hatten sich schon früh Menschen versammelt. Etwa 180.000 waren es laut der Polizei insgesamt. Einige von ihnen stellten sich offenbar auf einen langen Tag ein und brachten vorsorglich Campingstühle mit. Im Sitzen mit Kaffeebecher in der Hand und den warmen Sonnenstrahlen im Rücken, ließ sich der Umzug gleich doppelt genießen. 

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