Oktoberfest: Bier und Bussi statt Pfeife und Zigarette

Die Wiesn-Wirte wollen in diesem Jahr mit bunten Plakaten für ein rauchfreies Oktoberfest werben. „Vergnügen ja, Rauchen nein“ soll die Botschaft lauten, sagte Wirte-Sprecher Toni Roiderer bei der Vorstellung in Straßlach.
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Busseln: Ja, Rauchen: Nein! Ein Motto, nach dem sich die Wiesn-Besucher richten müssen.
dpa Busseln: Ja, Rauchen: Nein! Ein Motto, nach dem sich die Wiesn-Besucher richten müssen.

MÜNCHEN - Die Wiesn-Wirte wollen in diesem Jahr mit bunten Plakaten für ein rauchfreies Oktoberfest werben. „Vergnügen ja, Rauchen nein“ soll die Botschaft lauten, sagte Wirte-Sprecher Toni Roiderer bei der Vorstellung in Straßlach.

Die Bussi-Bussi-Gesellschaft zieht heuer verstärkt in die Wiesnzelte ein. Zumindest wenn es nach den Wirten geht: „Weil die Leute in den Zelten nimmer rauchen dürfen, haben sie fürs Küssen, Feiern und Essen viel mehr Zeit“, sagt Wirtesprecher Toni Roiderer.

Mit einer Plakataktion wollen die Wirte nun für rauchfreie Zelte werben. Der Münchner Karikaturist Dieter Hanitzsch hat dafür zwei international verständliche Motive entworfen: Ein schmusendes und ein feierndes Paar – Bussi und Bier statt Zigaretten und Qualm. „Ich finde, das ist eine sehr charmante Art auf das Verbot hinzuweisen“, sagte Hanitzsch der AZ. „Wir wollten keine Verbotsschilder. Dann hätten die Leute vielleicht sogar gesagt: Jetzt erst recht!“

Vom bayerischen Rauchverbot hält Hanitzsch, der das Qualmen selbst vor fünf Jahren aufgegeben hat, allerdings trotzdem nicht viel. „Ich finde alle ganz strengen Verbote absolut furchtbar“, sagte er. „Es gibt so wie so schon viel zu viele Verbote bei uns.“ Starken Rauchern, die es im Bierzelt kaum ohne Kippe aushalten, empfahl er Schnupftabak.

Auch Roiderer betonte, dass man auf ein friedliches Miteinander hoffe. „Vergnügen ja, Rauchen nein – das ist unsere Botschaft.“ Im Zuge des Volksentscheids haben sich die Wirte dafür entschieden, den Qualm schon heuer von der Theresienwiese zu verbannen – und das obwohl das Kreisverwaltungsreferat ihnen wegen der kurzen Umsetzungszeit eine Schonfrist gewährt hatte. „Das Volk hat so entschieden, jetzt richten wir uns auch danach“, sagte Roiderer. Die 500Plakate für die kleinen und großen Wiesnzelte sind bereits gedruckt. Dazu gibt es 30000 Buttons mit dem Motiv, die die Bedienungen tragen sollen.

Unklar ist noch, ob das Sicherheitspersonal aufgestockt werden muss, um die Zelte auch tatsächlich rauchfrei zu halten. Man müsse im Verlauf der Wiesn „schauen“, ob das nötig sei, sagte Roiderer. Die diesjährige Wiesn sei wie ein Lehrjahr für die Wirte. „Auf keinen Fall soll das Oktoberfest durch strenge Regeln seine Fröhlichkeit verlieren.“

Anne Kathrin Koophamel

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren