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OEZ-Attentat vor fünf Jahren: Ein Tag, der in der Stadt unvergessen bleibt

Genau vor fünf Jahren erschoss ein 18-Jähriger neun Menschen. In der AZ erinnern sich Münchner an den Abend des 22. Juli 2016.
| Andre Spannl
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Blumen und Kerzen erinnern nach der Tat an die Opfer
Blumen und Kerzen erinnern nach der Tat an die Opfer © dpa

München - Zunächst gab es vereinzelte Meldungen über einen Schusswechsel am Olympia-Einkaufszentrum. Doch schnell wurde klar: Dieser Abend am 22. Juli 2016 wird Spuren hinterlassen in der ganzen Stadt. Stundenlang waren Menschen in Angst.

Panik brach aus, eine Terrorlage. Lange herrschte Unsicherheit darüber, wie viele Täter in der Stadt unterwegs waren. Schwerbewaffnete Polizisten patrouillierten in der Stadt, die U-Bahn wurde vorsichtshalber lahmgelegt, um den Bewegungsradius der vermuteten Täter einzuschränken.

Spät nachts wurde klar: Es war ein einzelner Täter, David Sonboly, der aus Hass auf Muslime neun Menschen erschossen und fünf weitere verletzt hat. Seine Opfer hatte er zuvor über Facebook zum McDonald's am OEZ gelockt. Am späten Abend richtete er seine Waffe gegen sich selbst.

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In der AZ erinnern sich Münchner an die schrecklichen Ereignisse dieses Tages heute vor fünf Jahren.


"Nie damit gerechnet"

Gregor Lemke.
Gregor Lemke. © imago images/Lindenthaler

Gregor Lemke, Sprecher der Innenstadtwirte: "Ich selbst war am 22. Juli 2016 zu der Zeit des Attentats daheim, außerhalb von München. Aber mein Sohn war mit Freunden im Klosterwirt. Wir waren im permanenten Austausch, als es mit den schlimmen Nachrichten losging. Die Stadt war ja abgeriegelt und so war ein schnelles Reinkommen unmöglich!

Die Panik in der Innenstadt habe ich jedoch durch seine Schilderungen hautnah mitbekommen und mir natürlich große Sorgen um meinen Sohn und die Menschen im Lokal gemacht. Viele haben geweint vor Angst. Deshalb haben wir sie im Klosterwirt in den Keller gebracht, die Türen bewacht und den Leuten gesagt, dass sie hier bei uns in Sicherheit sind.

Mir ist wichtig, dass dieser Tag nicht vergessen wird! Gerade in München fühlt man sich immer sehr sicher, da hätte man nie mit sowas gerechnet! Ich finde es sehr gut, dass uns ein Mahnmal immer an die Opfer erinnern wird.

Einen positiven Aspekt möchte ich auch erwähnen, der mir sehr viel Kraft und Zuversicht in der Zeit gegeben hat. Es gab an diesem Tag sehr viele mutige Leute. Man hat sich gegenseitig geholfen, wildfremde Menschen haben anderen die Türen geöffnet und sie zu sich ins Haus gelassen. Deshalb sollten wir uns auch nach so einem tragischen Ereignis immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass München in der Not zusammenhält."
Protokoll: ruf


OB Dieter Reiter: "Erinnerung wachhalten"

Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München.
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München. © dpa

Oberbürgermeister Dieter Reiter: "Den 22. Juli 2016 werden wir alle und werde auch ich nie vergessen. Für die Familien, die ihre Tochter, ihren Sohn, ihre Frau, ihre Mutter verloren haben, hat sich alles für immer verändert. Auch für alle, die verletzt wurden, ob physisch oder psychisch, wird das Leben nie mehr so sein, wie es vor dem Attentat war.

Und auch für unsere Stadt wird dieses Datum leider ein schreckliches und unsagbar trauriges Datum bleiben. Umso mehr gilt es, die Erinnerung an die Getöteten wachzuhalten, deshalb haben wir das ringähnliche Mahnmal vor Ort 'Für Euch' genannt und mit den Porträts der Toten geschmückt.

Ich selbst war an jenem Freitag im Juli 2016 in der Nähe vom Tegernsee bei dem jährlichen Treffen mit der Spitze der Münchner Polizei, als uns die Nachricht aus München erreichte: Schüsse am OEZ. Alle sind sofort in ihre Fahrzeuge gesprungen und so schnell wie irgend möglich zurück nach München gefahren. Ich bin zuerst in die Hauptfeuerwache, dann ins Polizeipräsidium. Der Krisenstab trat dort sofort zusammen. Der damalige Ministerpräsident Seehofer, der damalige Polizeipräsident Andrä, der LKA-Chef, ich und weitere Personen saßen um einen Besprechungstisch und hörten die sich überschlagenden Nachrichten direkt über das Funkgerät der Polizei.

Es war lange unklar, um wie viele Täter es sich handelte und wo überall geschossen wurde. Die Stimmung war bedrückend, beklemmend. Die Menschen in der Stadt waren in Panik. Der Öffentliche Nahverkehr musste eingestellt werden. Immer wieder gab es Berichte über weitere Schüsse, immer wieder Einsätze der Polizei an vermeintlichen weiteren Tatorten, dann wieder einzelne Entwarnungen. Nur am OEZ gab es leider keine Entwarnung.

Spät in der Nacht wurde die Vermutung zur schrecklichen Gewissheit: Neun vorwiegend junge Menschen waren tot, ermordet. Als ich in den frühen Morgenstunden zusammen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Seehofer das Polizeipräsidium verließ, war ich unglaublich bedrückt und unfassbar traurig, dass so etwas passiert war. Tathergang oder Hintergründe waren damals vollkommen im Unklaren, was die Situation noch beklemmender machte."

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"Es war die Hölle los"

Gabriele Zehner (65), Taxifahrerin: "Ich habe meine Enkel vom Basketball-Training geholt. Ich musste von der Dachauer Straße hierher fahren und konnte dann ab der Pelkovenstraße nicht mehr weiterfahren, weil in dem Moment alles gesperrt worden ist. Dann ist auch schon die ganze Polizei vorbeigefahren.

Gabriele Zehner vor ihrem Taxi.
Gabriele Zehner vor ihrem Taxi. © Andre Spannl

Ich glaube, wenn wir fünf Minuten eher da gewesen wären, dann wären wir voll drin gewesen. Ich denke, dass wir da ein Riesen-Glück gehabt haben. Ich hätte beide Enkel hier aussteigen lassen. Der eine war damals zehn und der andere 16 Jahre alt. Ich habe den Tag noch gut in Erinnerung. Es war die Hölle los hier. Ich fahre seit 14 Jahren hier Taxi. Wir waren sehr geschockt.

Wir sind dann gleich zurück zur Dachauer Straße, dort ist die Basketballhalle. Da haben wir gleich den Trainer gewarnt: 'Bitte keine Kinder in diese Richtung schicken und alle von den Eltern abholen lassen.' So dass keiner mit den Öffentlichen in diese Richtung hier fährt. Man wusste nicht, was los ist. Das wurde dann relativ schnell über den Taxi-Funk durchgegeben. Dadurch konnte ich verhindern, dass noch andere Kinder mit den Öffentlichen hier her gekommen wären. Wir sind über die Schleißheimer Straße nach Hause gefahren."


"Ein Tag voller Angst"

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: "Ich erinnere mich noch sehr gut an den 22. Juli 2016. Mir ist er als ein Tag voller Unsicherheit, voller Konfusion und ganz besonders voller Angst im Gedächtnis geblieben.

Charlotte Knobloch.
Charlotte Knobloch. © Sven Hoppe/dpa

Obwohl ich noch weiß, dass ich selbst erstaunlich ruhig war, erinnere ich mich, wie aus allen Medienberichten und Mitteilungen in Sozialen Medien die Angst sprach: Niemand wusste, was passierte und wie weitreichend der Terroranschlag war. Jeder war nervös, die ständigen Falschmeldungen machten mürbe.

Auch bei uns in der Israelitischen Kultusgemeinde herrschte großer Alarm. Am Ende standen die traurigen Fakten: Mitten in München wurden neun Menschen ermordet, junge Menschen – aus keinem anderen Grund als Hass. Ich war schockiert, als klar wurde, mit welcher kalten Niedertracht der Mörder seine Opfer noch an den Ort des Verbrechens gelockt hatte.

In unserer Zeit kann man leicht vergessen, zu welchen Abgründen der Mensch fähig ist; aber an diesem Tag wurden wir daran erinnert."


"Ich habe mir gedacht, dass das nicht gut ist"

Faisal Mohammadi war daheim.
Faisal Mohammadi war daheim. © Andre Spannl

Faisal Mohammadi (22), Azubi zum Fachinformatiker: "Ich kann mich erinnern. Ich war zu Hause. Ich habe mir das alles im Fernsehen angeschaut. Mehr habe ich nicht gemacht, ich war nicht in der Stadt oder Ähnliches. Ich habe auch keine Besorgungen gemacht. Ich kann mich nicht an Freunde erinnern, die betroffen waren von der Situation. Den Tag habe ich normal wahrgenommen, ich habe das nur in den Medien beobachtet und mir gedacht, dass das nicht gut ist."

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"Es waren sehr schwierige Momente"

Benjamin Idriz in seiner Moschee in Penzberg. Nach dem OEZ-Anschlag hat er auch Opferfamilien besucht.
Benjamin Idriz in seiner Moschee in Penzberg. Nach dem OEZ-Anschlag hat er auch Opferfamilien besucht. © imago/Astrid Schmidhuber

Imam Benjamin Idriz: "Ich war an dem Tag im Münchner Forum für Islam, im MFI, in der Hotterstraße in der Altstadt. Wir hatten dort eine Sitzung. Als die ersten Nachrichten kamen und dann auch noch die Nachricht, dass gleich ums Eck am Stachus auch geschossen würde, war das ein Schock.

Meine Familie in Penzberg hat Angst um mein Leben gehabt. Ich habe dann entschieden, dass wir die Türen des MFI öffnen und ein Zufluchtsort sein sollen. Tatsächlich sind dann viele Leute reingekommen. Wir haben dann Kontakt zur Polizei gehabt, später die Tür zugesperrt. Es waren schreckliche Momente. Die Situation hat uns alle sehr berührt, wir wussten ja auch nicht, ob es sich um einen islamistischen Anschlag handeln würde.

Schließlich bekamen wir die Nachricht, dass wir gehen dürfen. Die allermeisten Opfer sind Muslime gewesen, die gezielt ausgesucht wurden. Als das klar war, war uns auch klar, dass anti-muslimischer Rassismus dahintersteckt. Es war ein Täter, der Muslime hasste. Dass die Behörden es so lange nicht als Anschlag, sondern als Amoklauf bezeichnet haben, hat die Familien entsetzt. Wenn ein Muslim Täter ist, wird das doch auch sehr schnell als islamistischer Terror bezeichnet!

Schon am Tag danach habe ich zwei albanische Familien besucht, ich beherrsche die Sprache. Das waren sehr, sehr schwierige Momente. Ich finde, der 22. Juli sollte ein Gedenktag an die Opfer sein, aber auch ein Tag, an dem es viele Veranstaltungen zu Rassismus gibt."
Protokoll: fm


"Überall Polizei"

Daniel Lehmberg und Elizabeth Gosling wohnen in Moosach.
Daniel Lehmberg und Elizabeth Gosling wohnen in Moosach. © Andre Spannl

Daniel Lehmberg (34), Wissenschaftlicher Mitarbeiter: "Damals war ich vor dem Computer gesessen. Das war in der Nähe, aber nicht hier direkt am Olympia-Einkaufszentrum. Irgendwann habe ich gehört, dass etwas Schlimmes passiert ist. Was genau, hat man nicht erfahren, sondern nur dass jemand geschossen hat. Weitere Details, habe ich nicht erfahren. Peu à peu hat man dann mitbekommen, dass die U-Bahnen nicht mehr fahren und man hat viele Sirenen gehört. Ich habe dann immer mehr erfahren über den Abend hinweg."


Elizabeth Gosling (34), Wissenschaftliche Mitarbeiterin: "Wir wohnen in Moosach ganz nah an der U-Bahn-Haltestelle. Man konnte von dort immer die Lautsprecher hören, dass die U-Bahnen, die Tram und die Busse nicht mehr fahren. Wir haben gewusst, dass etwas schief lief. Überall war die Polizei und man hörte die Sirenen.

Ich erinnere mich, dass ich noch joggen war, aber nicht hier in der Nähe. Es war für uns unheimlich. Einen Tag davor bin ich noch zur Anlage des Zentralen Hochschulsports gefahren und auch hier entlang. Ich komme ursprünglich aus Australien und bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen und in dem Moment damals, wollte ich nur dort sein, denn da wäre man sicher. Man hat ja auch eine lange Zeit nicht gewusst, wie viele Täter es waren und das hat verunsichert."


"Der Fernseher lief die ganze Zeit"

Emilia Rohn, in der Hanauer Straße, vor dem OEZ.
Emilia Rohn, in der Hanauer Straße, vor dem OEZ. © Andre Spannl

Emilia Rohn (18), Schülerin: "Ich weiß noch, dass ich zu Hause war. Mein Bruder und meine Eltern waren unterwegs. Ich wusste erst gar nicht, was los war. Dann kamen meine Eltern nach Hause und sie meinten, dass sie was gehört haben, dass sich wie ein Schuss angehört habe. Es lief dann auch in den Nachrichten.

Alle auf Whatsapp haben geschrieben und gefragt, was los sei. Mein Bruder war unterwegs und auf der anderen Seite von München. Wir wussten dann auch nicht, ob er nach Hause kommt oder nicht. Wir sind mit dem Auto losgefahren und haben ihn geholt. Man hatte richtig Angst, dass an jeder Ecke einer mit einer Waffe steht, weil man nicht wusste, was los ist. Der Fernseher lief die ganze Zeit."

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"Es war schrecklich"

Füsun Martli.
Füsun Martli. © Andre Spannl

Füsun Martli, (44), Mutter und Hausfrau: "Es war ein ganz normaler Tag eigentlich. An dem Tag war ich einkaufen und ich habe meine Kinder abgeholt. Dann ging es los über Facebook. Es war schrecklich, ehrlich gesagt. Es erschienen plötzlich diese ganzen Meldungen und Live-Videos.

Zu Beginn dachte ich, dass es nicht echt wäre, dass so etwas in München gar nicht wahr sein kann. Als es dann überall in der Presse erschienen ist, kam die Angst, denn mein Mann arbeitet am Marienplatz. Ein Problem waren damals auch die U-Bahnen, die nicht mehr gefahren sind. Dazu kamen noch die ganzen Falschmeldungen, dass am Stachus auch jemand gewesen wäre und das es nicht nur ein Einzeltäter sei.

Soweit ich weiß, dachte man auch kurz darüber nach, dass es wieder Islamismus sei. Es war gruselig. Ich habe zwei Kinder und meine Tochter war damals drei Jahre alt und frisch im Kindergarten. Das musste dort auch erstmal im Kindergarten aufgearbeitet werden, da wir nie damit gerechnet haben, dass so etwas hier passiert."


"Das nimmt einen mit"

Giuseppe arbeitet im Decathlon.
Giuseppe arbeitet im Decathlon. © Andre Spannl

Giuseppe Cirillo (37), Verkäufer: "An dem Tag wollte ich eigentlich mit der U-Bahn hierher fahren. Und dann mit meinem Vater zusammen etwas essen. Meine Frau meinte damals: 'Fahr doch mit dem Auto!' Es sei gemütlicher. Exakt zu der Tatzeit wäre ich dann hier gewesen. Da habe ich mir schon gedacht: 'Was wäre wenn?' Da hört man in sich rein.

Meine Verwandten aus Argentinien haben angerufen, weil sie es in den Nachrichten gehört haben und uns gefragt, wie es uns gehe. Ich selbst habe es am Anfang gar nicht über die Medien erfahren. Meine Cousine, auch aus Argentinien, hat mich informiert. Das nimmt einen schon sehr mit. An dem Abend sind wir stattdessen zu meinem Vater gefahren. Zum Glück ehrlich gesagt. Ich war erst einmal froh, dass wir dann zu Hause waren und dass es uns gut ging."


Chronologie: Protokoll des Grauens

Der Attentäter David Sonboly († 18) fühlte sich über Jahre hinweg offenbar gemobbt und erniedrigt. Er selbst sah sich als "Arier". Um sich an den Mitschülern zu rächen, beschließt er, sie zu töten. Über Facebook verspricht er unter falschem Namen, ihnen am 22. Juli 2016 eine Kleinigkeit im McDonald's am OEZ zu spendieren. Im festen Glauben, dass er sie dort antreffen wird, geht er mit geladener Waffe in das Fast-Food-Restaurant.

17.52 Uhr: Die ersten Meldungen und Notrufe treffen bei der Polizei ein, dass im McDonald's am OEZ Schüsse zu hören sind.

18.33 Uhr: Die Polizei ist mit einem maximalen Aufgebot an Beamten vor Ort, sperrt die Gegend ab, versorgt die Verletzten und sucht mit allen verfügbaren Kräften nach dem oder den Attentätern. Sonboly ist auf der Flucht. Der Presse bestätigt die Polizei, dass es eine Schießerei gegeben hat.

18.35 Uhr: Die Einsatzkräfte twittern: "Bitte meiden Sie den Bereich um das Einkaufszentrum". Schaulustige übertragen derweil den Großeinsatz per Smartphone live ins Internet.

18.43 Uhr: Langsam wird klar, dass Tote sowie Verletzte zu beklagen sind.

19.17 Uhr: Die Polizei fordert die Münchner auf, zu Hause zu bleiben und vor allem öffentliche Plätze zu meiden.

19.20 Uhr: Noch immer ist unklar, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt.

19.30 Uhr: Auch in der Innenstadt fühlen sich viele Münchner gefährdet. Einige fliehen panisch durch die Straßen. Bewaffnete Polizisten sind rund um den Stachus und die Fußgängerzone unterwegs.

20.44 Uhr: Die Polizei glaubt nun, dass sie drei Attentäter mit Langwaffen suchen muss.

22.27 Uhr: Die Zahl der Todesopfer ist auf acht gestiegen. Nun gehen die Behörden wegen der aktuellen Informationslage davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt.

22.38 Uhr: Beamte finden eine weitere, bewaffnete Leiche im Umfeld des OEZ. Sie prüfen, ob es der Attentäter sein könnte.

1.30 Uhr: Die Sicherheitsbehörden geben Entwarnung. Bei der gefundenen Leiche handle es sich um den Attentäter. Er habe sich selbst getötet.


Gedenkfeiern: Opferfamilien erinnern an die Tat

Das Gedenken ist am Donnerstag zweigeteilt. Um 13 Uhr erinnern Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und OB Dieter Reiter (SPD) an das Attentat und die Opfer von 2016. Auf Wunsch der Opferfamilien wird es dann um 17 Uhr, und damit näher am Zeitpunkt des Attentats, einen zweiten Teil geben. In diesem Rahmen werden ab etwa 19 Uhr die Angehörigen zu Wort kommen.

Programm zum Gedenktag: Sondersendungen im TV

Am Donnerstag überträgt der Bayerische Rundfunk um 12.45 Uhr und um 17 Uhr die beiden Gedenkveranstaltungen für die Opfer des OEZ-Attentats. Zudem gibt es auf Bayern 2 in den "Radiowelt"-Sendungen eine Tagesserie zum Thema Terrorismus (6.05 Uhr, 13.05 Uhr, 17.05 Uhr). Auch der Zündfunk auf Bayern 2 beleuchtet den OEZ-Anschlag (19.05 Uhr). Es wird die Frage gestellt: Warum gehört der Anschlag im OEZ im kollektiven Gedächtnis nicht zur Geschichte des Rechten Terrors?

Auf RTL kommen um 20.15 Uhr im dreistündigen "Stern TV Spezial" jene zu Wort, die den OEZ-Amoklauf hautnah miterleben mussten, zu Hilfe eilten oder als Hinterbliebene einen wichtigen Menschen verloren haben.

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