ÖDP/FW will selbst mitgebrachte To-Go-Behältnisse fördern

Die Stadtratsfraktion ÖDP/Freie Wähler setzt sich für deutlich mehr Mehrweg in München ein - und schlägt für selbst mitgebrachte Behältnisse in der To-Go-Nutzung eine Art Bonussystem vor.
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Ein Mehrweg-Kaffeebecher wird in einem Café gefüllt. (Symbolbild)
Ein Mehrweg-Kaffeebecher wird in einem Café gefüllt. (Symbolbild) © Franziska Kraufmann/dpa

München - Im Juli vergangenen Jahres verabschiedete der Stadtrat den Beschluss "Circular Munich - Kreislaufwirtschaft für ein nachhaltiges München".

Finanzieller Vorteil durch eigene Behältnisse für Mitnahmegerichte?

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München wurde damit beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit allen städtischen Referaten und Institutionen der Stadtgesellschaft ein Zero-Waste-Konzept zu erstellen. 

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Ganz im Sinne dieser ambitionierten Ziele plädiert die Stadtratsfraktion ÖDP/Freie Wähler nun dafür, dass die Stadt das Mitbringen eigener Behältnisse für Mitnahmegerichte fördert - und zwar durch Vorteilskarten, die nach mehreren Stempeln einen finanziellen Vorteil ergeben.

ÖDP/Freie Wähler: "Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht"

"Dieses System wird zunächst für alle städtischen Kantinen, sowie im Einflussbereich der Landeshauptstadt stehenden Gastronomiebetriebe eingeführt", schreibt die Fraktion in ihrem Antrag. Weitere Akteure und Gastronomen sollen dann motiviert werden, sich dem Procedere anzuschließen.

"Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Momentan nehmen die Abfallmengen durch Mitnahmegerichte jedoch stark zu. Um trotzdem eine Entwicklung hin zur Zero-Waste-City zu erreichen, braucht es aktive Steuerung", heißt es in der Begründung des Antrags.

Mehr Mehrweg: Eigene Behältnisse grundsätzlich möglich

Dazu gehöre unter anderem die Möglichkeit, selbst mitgebrachte Gefäße für To-Go-Essen zu nutzen respektive dafür sogar noch belohnt zu
werden. Die Fraktion beruft sich dabei auf den Lebensmittelverband Deutschland. Auch in Corona-Zeiten ist es demnach grundsätzlich zulässig und möglich, eigene Behältnisse mit in Lebensmittelgeschäfte, Cafés und Gastronomie mitzubringen und befüllen zu lassen, wenn ein paar zusätzliche Regeln der Lebensmittelhygiene beachtet werden.

Dabei gehe es vor allem darum, dass sogenannte Kreuzkontaminationen vermieden werden. Hygiene-Expertin Dr. Sieglinde Stähle: "Das Kundengeschirr darf nicht durch den ganzen Betrieb wandern, sondern muss an einer Stelle gehalten, befüllt und verschlossen werden." Auch rechtlich tragen die Gastronomen laut Lebensmittelverband keine Verantwortung, wenn das Kundengeschirr ungeeignet ist oder zum Beispiel ungewünschte Stoffe abgibt.

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