Nun doch: Antifa ist bei Gewerkschaft willkommen

Hin und her um den Münchner Antifa-Kongress: Erst wurden die Veranstalter wegen Rechten und Polizisten aus dem Gewerkschaftshaus ausgeladen. Nun dürfen sie doch kommen.
| Linda Vogt
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München - Der bayerische Antifa-Kongress wird nun doch wie ursprünglich geplant im Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße stattfinden. Die Antifa hat sich am Samstagvormittag mit dem bayerischen Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geeinigt. 

Vom 3. bis 5. November findet der Antifa-Kongress Bayern also im Gewerkschaftshaus statt. Dabei war die Veranstaltung dort eigentlich schon abgesagt: Rechtsextreme, Gewerkschafter und die Polizei machten mobil - und hatten erstmal Erfolg: Der DGB kündigte den Antifas die Räume.

Die Entscheidung der Gewerkschafter sorgte auch in den eigenen Reihen für Empörung. Die Verdi-Jugend München distanzierte sich sehr deutlich von der Entscheidung des DGB-Bundesvorstands. Auch die Jusos München kritisieren das Vorgehen scharf. 

Antifas bedanken sich für Solidarität

In einer Pressemitteilung bedanken sich die Veranstalter bei ihren Unterstützern: "In der Auseinandersetzung um den Antifa-Kongress erfahren wir eine nicht für möglich gehaltene Solidarität aus den Gewerkschaften und darüber hinaus. Das gibt uns Kraft und macht uns zuversichtlich."

Zuvor hatte die Antifa angekündigt, den Kongress in jedem Fall abzuhalten - ein Forum für Austausch und Debatte sei in diesen Zeiten mehr als wichtig. "Momentan erleben wir einen massiven gesellschaftlichen Rechtsruck. Die gewalttätigen Folgen sind für uns alle spürbar: die Anfeindungen gegen Linke, die Verschärfungen der Lebensbedingungen für Millionen Menschen, die alltägliche Gewalt gegen Geflüchtete", heißt es in der Pressemitteilung vom Samtag.

Von dem Vorwurf, mit der Veranstaltung Gewalt zu provozieren, distanzierten sich die Antifas klar. Sie verweisen auf ihr Kongress-Programm mit Vorträgen und Diskusssionen über die AfD, rechten Terror und zur politischen Situation in der Türkei. Auch eine Exkursion ins NS-Dokuzentrum sei geplant.

Vor drei Jahren hatte die Antifa schon einmal zum Kongress ins DGB-Haus eingeladen. Die Veranstaltung lief damals friedlich ab. 

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