Nockherberg: Biergarten geht das Bier aus

Die Münchner trinken den Biergarten am Nockherberg leer: Wir Peter Pongratz musste Weißbier-Nachschub von der Brauerei holen.
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Der Biergarten am Nockherberg.
Martha Schlüter Der Biergarten am Nockherberg.

 

München - Eigentlich müsste Paulaner-Wirt Peter Pongratz traurig sein: „Das Weißbier ist uns am Dienstag im Biergarten am Nockherberg ausgegangen“, gesteht der Wiesnwirt – und lacht herzlich. „Wissen Sie, als Geschäftsmann freut es mich natürlich, dass die Münchner so einen Durst haben.“

Bei Temperaturen um die 30 Grad trieb es massenhaft Durstige in die Hochstraße. Die 3000 Sitzplätze im Biergarten waren schnell gefüllt. Auf einem von ihnen saß AZ–Leser Josef Deisböck „Um 22.15 Uhr geschah das Unfassbare. Das Bier ging aus“, sagt er der AZ. Auf Dunkles hätte er umsteigen müssen. „Das ist für einen Münchner Biergarten skandalös“, findet Deisböck.

Einige Gäste hätten sich Augustiner in Flaschen aus einer Wirtschaft in der Nähe geholt. Deisböck: „Der Wirt muss doch an einem heißen Sommertag auf großen Andrang eingestellt sein. ,Was ist denn hier los?’, hab ich mir gedacht.“

Nun, das kann sich Pongratz auch nicht recht erklären: 5000 Liter Weißbier und 15.000 Liter Helles hat er immer auf Vorrat für den Biergarten – scheinbar zu wenig für Münchens durstige Kehlen. „Urplötzlich war das weg. Ich habe jetzt für die kommenden Abende den Vorrat aufgestockt, damit so etwas nicht wieder passiert.“ 15 Minuten später waren die Tanks laut Wirt auch wieder voll. „Wir sitzen ja zum Glück direkt neben der Brauerei“, sagt er.

Für Deisböck kam der Nachschub zu spät: „Das habe ich nicht mehr mitbekommen, da war ich schon auf dem Heimweg.“ Durstig.

 

 

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