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Noch dauert es zu lang: Stadt will mit mehr Impfzentren schneller impfen

Weil es ab April mehr Corona-Schutzimpfstoff für München gibt, sollen weitere Impfzentren in der Stadt eingerichtet werden - das müsste aber schneller gehen als das bisherige Verfahren.
| Lukas Schauer
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Bis einschließlich vergangenen Montag gab es insgesamt rund 74.200 Corona-Schutzimpfungen durch städtische Impfteams. (Symbolbild)
Bis einschließlich vergangenen Montag gab es insgesamt rund 74.200 Corona-Schutzimpfungen durch städtische Impfteams. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

München - Mehr Impfstoff gegen das Coronavirus für München: Das Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass der Stadt ab April rund 13.000 Impfdosen täglich bereitgestellt werden können. Das teilte die Verwaltung am Dienstag mit.

Mehr Impfstoff für München: Gesundheitsreferat reagiert

Das bedeutet allerdings auch, dass die bestehenden Impf-Kapazitäten weiter ausgebaut werden müssen, damit diese Menge auch zügig verimpft  werden kann - doch durch Schnelligkeit fiel die Impfkampagne bisher eher nicht auf.

Es ist also Eile geboten: Das Gesundheitsreferat wird deshalb an diesem Mittwoch im Stadtrat beantragen, weitere Impfzentren im Stadtgebiet mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 6.000 Impfungen am Tag zu errichten, teilte eine Sprecherin des RGU mit. Zusätzlich soll im Impfzentrum auf dem Messegelände das Pensum auf täglich 7.000 Impfungen erhöht werden.

"Dezentrale Ausgangsbasis für mobile Impfteams"

Mit den weiteren Impfzentren sollen außerdem zusätzliche, wohnortnahe Angebote geschaffen werden: Sie könnten "als dezentrale Ausgangsbasis für mobile Impfteams fungieren", die vor allem auch mobilitätseingeschränkte Menschen etwa in Alten- und Servicezentren versorgen sollen.

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Noch steht aber noch nicht fest, welche Standorte für die zusätzlichen Impfzentren am besten geeignet sind. Immerhin, das Vergabeverfahren für den Betreiber der weiteren Impfzentren ist bereits vorbereitet.

Bisher rund 74.200 Corona-Schutzimpfungen in München

Seit dem Stadt der Impfkampagne im Dezember 2020 hat die Stadt bis einschließlich vergangenen Montag (1. März) insgesamt rund 74.200 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt: Im Impfzentrum 36.200 Erst- und 6.300 Zweitimpfungen sowie 17.300 Erst- und 14.400 Zweitimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen.  Darüber hinaus wurden rund 17.200 Impfdosen an Münchner Kliniken abgegeben, die ihr Personal selbst impfen.

Auf Nachfrage der AZ, erklärte eine Sprecherin des RGU, warum mit der Impfung mit den Impfstoffen von Moderna und AstraZeneca erst letzte Woche begonnen werden konnte. Dazu mussten "organisatorische Änderungen vorgenommen werden" - und das dauert eben.

Stadt erklärt: Astrazeneca wird erst seit letzter Woche verimpft

Denn erstmal musste "das bayerische Registrierungsportal BayIMCO entsprechend programmiert werden, damit nur Unter-65-Jährige ein Impfangebot für AstraZeneca erhalten,  im Impfzentrum Riem mussten Umbauten vorgenommen werden, damit für jeden Impfstoff eine Impfstraße eingerichtet werden konnte und das Anmeldesystem musste angepasst werden, da AstraZeneca-Impflinge einen anderen Aufklärungsbogen erhalten". 

Das alles führte mit dazu, dass bis Montag nur 800 der 24.600 eingetroffenen AstraZeneca-Dosen genutzt worden, und nur 650 der 8.800 Dosen von Moderna, wie die "SZ" berichtet.

Da der Bund zudem nun auch Lehrer in die 2. Priorisierungsstufe hochgestuft hat, "musste auch hier zunächst das bayerische Registrierungsportal BayIMCO angepasst werden, damit diesen Gruppen entsprechend der neuen Priorisierung Termine zugeteilt werden können", so das RGU weiter.

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