"Nix für Münchner"-Plakat in Hamburg: Hier wird die Schickeria verspottet

Eine Werbekampagne für Lakritz verspottet die Münchner Schickeria. "Nix für Münchner" steht auf den Plakaten, die aktuell in vielen Städten in Norddeutschland zu sehen sind.
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Das Lakritz-Plakat am Hamburger Hauptbahnhof.
Das Lakritz-Plakat am Hamburger Hauptbahnhof. © Antoni Jellyhouse

München - Es ist ein allgemein bekanntes, aber ungeschriebenes Gesetz: Lakritz ist im Norden Deutschlands deutlich beliebter als im Süden des Landes. Nicht umsonst wird gemeinhin vom "Lakritz-Äquator" gesprochen, der ungefähr entlang des Mains verläuft.

Eine mögliche Theorie für die Beliebtheit im Norden: Süßholz, das für industriell hergestelltes Lakritz benötigt wird, wurde früher über das Meer angeschifft – vor allem aus dem vorderen Orient. Deshalb liegt es nahe, dass sich Lakritz an den Küsten stärker ver- und ausgebreitet hat. Die Menschen im Norden haben die Süßigkeit mit der Zeit kennen und lieben gelernt. Anders als beispielweise die Bayern, die Lakritz umgangssprachlich auch oft als "Bärendreck" bezeichnen.

"Nix für Münchner"-Plakate in Norddeutschland

So oder so, der Großteil der Menschen in Süddeutschland scheint Lakritz nicht ausstehen zu können. Genau darauf bezieht sich die aktuelle Kampagne von Antoni Jellyhouse für den Lakritz-Hersteller Sallos.

"Nix für Münchner" steht groß auf den Plakaten, die die Schicki-Micki-Gesellschaft aus dem Bilderbuch abbilden und aktuell an vielen Orten in - na klar, Norddeutschland - hängen. Unter anderem am Hamburger Hauptbahnhof, wo das Plakat 360 Quadratmeter groß ist.

"Bussi-Schorschi" auf Lakritz-Plakaten

Die Kampagne spielt mit klassischen Stereotypen, Sallos distanziert sich dabei von der Münchner Schickeria, macht sich über die Bussi-Bussi-Gesellschaft lustig. Dafür haben sich die Macher sogar prominente Unterstützung dazu geholt. Georg Weiß, in München wohl besser bekannt unter dem Namen "Bussi-Schorschi", ziert das Plakat. Die implizite Botschaft der Kampagne: Der Norden gibt sich betont zurückhaltend, während sich der Süden lieber selbst feiert.

Die Plakate sind neben Hamburg unter anderem auch in Bremen und Hannover zu sehen und hängen dort noch bis Ende Oktober.

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