Neustart am Viktualienmarkt: München feiert wieder Fasching

Farbenfrohe Kostüme, tanzende Marktweiber und ein Hauch Nostalgie: Nach der Absage wegen des tödlichen Auto-Anschlags im Vorjahr pulsiert Münchens Viktualienmarkt wieder im Faschingsfieber.
AZ/dpa |
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Der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt ist ein Höhepunkt des Münchner Faschings. (Archivbild)
Der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt ist ein Höhepunkt des Münchner Faschings. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Vor dem großen Faschings-Kehraus geht es in München am Dienstag nochmal auf einen Höhepunkt zu. Mit ihrem traditionellen Tanz auf dem Viktualienmarkt in München (11 Uhr) locken die Marktweiber zahlreiche Schaulustige an. Die Damen von Obst-, Gemüse-, Käse- oder Brotzeitstandl treten in fantasievoll farbenfrohen Kostümen auf und zeigen ihre Tänze. Der Höhepunkt des Münchner Faschings auf dem Viktualienmarkt geht bis auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.

"Nostalschi" mit Knickerbocker und Holzbrettern 

Im vergangenen Jahr war das bunte Treiben allerdings ausgefallen, nachdem ein Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau und ein Kind starben. Zahlreiche Veranstaltungen in der Landeshauptstadt wurden daraufhin abgesagt.

In den vergangenen Tagen hatten die Narren bayernweit ausgelassen bei Prunksitzungen und Faschingsumzügen gefeiert. Auch am Dienstag sind noch Partys und andere Events geplant.

Münchens OB Dieter Reiter eröffnet das traditionelle Treiben

Zur Tradition gehört auch das Retro-Skirennen am Sudelfeld bei Bayrischzell: Dort stürzen sich beim traditionellen "Nostalschi" Skifahrerinnen und Skifahrer in Originalkleidung von anno dazumal – wie Knickerbocker und Rock sowie mit alten Holzbretteln auf die Piste.

Die Marktfrauen feiern den Faschingsausklang. (Archivbild)
Die Marktfrauen feiern den Faschingsausklang. (Archivbild) © Niklas Treppner/dpa

Auf dem Viktualienmarkt wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Treiben um 10 Uhr eröffnen. Der Tanz der Marktfrauen folgt nach dem Auftritt des Prinzenpaars der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla samt ihrer Prinzengarde.

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Die Stadt München mahnte, auf das Mitführen von Flaschen und Gläsern zu verzichten. Zudem sei es aus Sicherheitsgrunde verboten, Biertischgarnituren, Camping-Stühle, Bollerwagen, Getränke in größeren Mengen oder gar Waffen und Messer mitzubringen. Am Aschermittwoch endet das närrische Treiben. Für Christinnen und Christen beginnt dann die Fastenzeit.

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  • Der Münchner vor 22 Minuten / Bewertung:

    Früher waren die meisten Besucher des Viktualienmarktes am Faschingsdienstag maskiert unterwegs!
    Heute kommen fast alle in Zivil, nur um zu Schauen!
    Alles nur noch Kommerz!
    PS: Im Heilig-Geist-Stüberl und davor, da war richtig was los!

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