Neuheit am Einlass verwirrt die Münchner: So hat die Freibad-Saison begonnen

Gegen 9 Uhr bildet sich am 1. Mai im Eingangsbereich des Dantebads eine kleine Schlange. Unter den Wartenden sind viele ältere Menschen, aber auch junge Erwachsene und Familien mit Kindern, die den freien Tag nutzen wollen. Die Vorfreude unter den Gästen ist groß, denn: Am Freitagvormittag eröffnen das Dantebad und das Schyrenbad die Freibad-Saison in München.
Was die ersten Badegäste im Dantebad sagen
Eine der ersten Besucherinnen ist Ulrike Graichen: In der Sommersaison kommt sie drei- bis viermal pro Woche ins Dantebad, um im kalten Wasser ihre Bahnen zu ziehen. "Das ist so schön erfrischend", verrät sie der AZ. Die Begeisterung über die Öffnung ist ihr deutlich anzumerken: "Ich freue mich total! Auf einer Skala von 1 bis 10 ist das mindestens eine 11."
Solche Aussagen dürften Nicole Gargitter freuen. Die 41-Jährige ist für die Bäder der Stadtwerke München verantwortlich. "Ähnlich wie auf der Wiesn wünschen wir uns eine friedliche Freibad-Saison, dass die Gäste eine gute Zeit haben und natürlich einen schönen Sommer mit viel Sonne" sagt sie. Am Tag vor der Eröffnung ist sie ein wenig nervös.

Was die Badegäste zum Start in die Saison verwirrt
Der Grund dafür: "Alle Zutritts- und Verkaufsautomaten sind neu, genau wie das komplette System dahinter." Mit der schrittweisen Öffnung der Freibäder wird das Kassen- und Zutrittssystem umgestellt, es gibt eine neue M-Bäderkarte. Das Guthaben auf der bisherigen Karte bleibt grundsätzlich erhalten. Einzelkarten gibt es weiterhin auch an der Kasse, die Preise bleiben unverändert. Im Dantebad sorgt die Umstellung bei einigen Gästen zunächst für Verwirrung. Das Personal erklärt aber geduldig, was sich geändert hat.

Pünktlich zur Eröffnung glitzert das Wasser in den Becken, die Liegewiesen sind frisch gemäht und die Wege sind sauber. Dahinter steckt monatelange Arbeit. "Wir beginnen schon im Februar oder März damit, die Freibäder wieder fit zu machen", erklärt Nicole Gargitter der AZ. Den größten Aufwand macht die Reinigung der Becken, dafür wird das Wasser komplett abgelassen. "Dabei finden wir meist viel Laub, leider gelegentlich auch tote Tiere", berichtet die Bäderleiterin.
So ist die Lage im Dantebad am allerersten Morgen
Am Freitag ist davon nichts mehr zu sehen. Die meisten Besucher am Morgen entspannen sich im 30 Grad warmen Attraktionsbecken, ein Herr sitzt auf einer Bank in der Sonne und hört mit Kopfhörern Musik. Einige Mutige ziehen im Sommerbecken schon fleißig ihre Bahnen, darunter auch Ulrike Graichen. Die Ruhe am Vormittag gefällt ihr besonders, sie schwimmt gern, wenn das Sportbecken noch nicht so voll ist. Grundsätzlich freut sie sich aber über jeden, der ins Schwimmbad kommt: "Ich genieße es auch einfach, wenn alle Münchner die Schwimmbäder nutzen."Schon bald ist wieder Freibad-Saison in der ganzen Stadt. Die übrigen Bäder öffnen am 14. Mai, voraussichtlich auch die beiden Naturbäder.